München – Die Region München wächst im Nordosten am stärksten. Das ergibt sich aus neuen Daten des Planungsverbands Äußerer Wirtschaftsraum München, der das Wachstum von 153 Städten und Gemeinden verglichen hat. Demnach wies Unterföhring im Landkreis München im Zehn-Jahres-Vergleich das stärkste Wachstum auf – die Einwohnerzahl stieg seit 2006 um fast die Hälfte (43 Prozent) auf 11 300. Es folgen Aschheim ebenfalls im Nordosten Münchens mit 28 Prozent Zuwachs (9000 Einwohner) und Hallbergmoos (Kreis Freising) mit fast 25 Prozent und nun fast 11 000 Einwohnern. Auch Feldkirchen (22 Prozent) oder Poing (20,5 Prozent) wuchsen stürmisch. Nur vier zumeist sehr kleine Gemeinden im Planungsverband, der im wesentlichen die Landkreise rund um München sowie die Landeshauptstadt umfasst, hatten Bevölkerungsrückgänge: Baiern, Schöngeising, Wörth und Penzing.
Der Planungsverband kann das ungestüme Wachstum im Nordosten Münchens mit weiteren Daten nachweisen. So hat sich in der kleinen Gemeinde Moosen (Kreis Ebersberg) die Anzahl der Beschäftigten in zehn Jahren verfünffacht. In Unterföhring gibt es doppelt so viele Arbeitsplätze wie Einwohner.
In anderen Teilen der Boomregion München fällt das Wachstum etwas moderater aus. Dies zeigen die Daten für die Kreisstädte, sofern sie Mitglied im Planungsverband sind: Erding 36 200 Einwohner (plus 8,1 Prozent), Ebersberg 12 003 (+10,8), Freising 47 200 (+7,1), Fürstenfeldbruck 35 900 (+6,4), Starnberg 23 200 (+0,9), Dachau 46 800 (+15,6) und Landsberg 28 800 (+5,7). Auch im Landkreis Rosenheim fällt das Wachstum nicht ganz so kräftig aus. Im Kreis insgesamt gab es vier Prozent Bevölkerungswachstum. Spitzenreiter ist das kleine Schonstett (plus 12,5 Prozent), deutlichen Zuwachs hatte auch Bad Feilnbach (plus 10,8 Prozent). Kiefersfelden verzeichnet hingegen einen Rückgang (minus 1,8 Prozent). Aktuelle Zahlen für die Stadt München waren noch nicht verfügbar. im letzten Zehn-Jahres-Vergleich 2015 gab es 15,1 Prozent Zuwachs.