Mühldorf – Keinen leichten Stand hatte der FC Mühldorf bei der Vorstellung seiner Pläne im Stadtrat. Nur unwillig ließ das Gremium die kurze Präsentation zu, Nachfragen oder eine Diskussion verbot es sich selbst. Aus Kosten- und Platzgründen hat sich der FC Mühldorf für den Bau eines Sportzentrums im Altmühldorfer Tal ausgesprochen. Das machte Vorsitzender Robert Salzberger klar. Der FC habe sich gegen die von der Stadt im Rahmen des Sportstättenkonzepts bevorzugte Nutzung der Kiesgrube ausgesprochen, weil die dort vorgesehenen drei Plätze nicht ausreichten und zu teuer kämen. Der Verein könne seinen Anteil von etwa 50 Prozent an den geschätzten Kosten von 4,1 Millionen Euro nicht aufbringen. „Deshalb wurden neue Überlegungen angestellt, wie man zu einem gemeinsamen Standort kommen kann.“
Weder in Mößling, beim ESV oder in der Rennbahn sei ein zentraler Spielort möglich, sagte Salzberger. In der Rennbahn können laut FC-Konzept nur drei Großfelder und ein Kleinfeld unterkommen, durch Vorgaben des Motorsports gäbe es weitere Einschränkungen.
Auf Beschluss der Mitgliederversammlung habe sich der Vorstand deshalb erneut mit der Anlage in Altmühldorf befasst. Dort finden laut Salzberger vier Spielfelder, darunter ein Kunstrasenfeld, Platz; zwei Spielfelder gibt es bereits. Die Kosten einschließlich des Neubaus eines Kabinentrakts und der Zufahrt von der ehemaligen B 12 längen bei geschätzt 2,5 Millionen Euro. Zur Hochwassersituation auf dem Gelände sagte Salzberger: Aus Sicht des Wasserwirtschaftsamts stehe dem Bau eines etwas höher gelegten Kabinentrakts nichts entgegen. Das Gelände im Westen, wo die beiden neuen Plätze entstehen sollen, steige an und sei in der Vergangenheit nicht überschwemmt worden.
Deshalb bat Salzberger den Stadtrat, das Gelände untersuchen und vermessen zu lassen. „Denn das ist der einzige Standort, an dem der gesamte FC Mühldorf eine Heimat finden könnte.“ Bis 2012 könnten die Ausbauarbeiten abgeschlossen sein. hon