AUS DER REGION
Rosenheim – Am ersten Tag nach Weihnachten gab es in der Rosenheimer Innenstadt gestern kaum ein Durchkommen. Viele Rabatte und Schnäppchen lockten in die Geschäfte – ebenso wie die Möglichkeit, Gutscheine einzulösen und Geschenke umzutauschen Nach drei shoppingfreien Tagen war gestern in der Innenstadt viel los. Die Parkhäuser waren voll. In den Geschäften bildeten sich an den Kassen lange Schlangen.
Der Einkaufsbummel lohnte sich: In zahlreichen Schaufenstern war bereits morgens die Weihnachtsdekoration auffälligen roten Schildern gewichen, die für Preisreduzierungen und Rabatte warben.
Maria Reiter, Vorsitzende des Einzelhandelverbandes Rosenheim, erklärt die Gründe für die Sonderangebote. „Die Rabatte, die es derzeit gibt, haben weniger mit Weihnachten, sondern vielmehr mit dem Saisonwechsel zu tun“. Aufgrund des milden Winters werden viele Jacken, Mäntel und dicke Pullover reduziert, da die Geschäfte sonst auf den Wintersachen sitzen bleiben würden. Die Lager müssten jedoch für neue Ware geräumt werden.
„Mit Ablauf der Weihnachtszeit ist bei uns Halbzeit. Jetzt geht es noch mal richtig los“, erläutert Matthias Ecke, Geschäftsführer von Karstadt Rosenheim, zum begonnenen Ansturm in den Geschäften. Reduzierungen um bis zu 50 Prozent finden Kunden im Karstadt-Kaufhaus und in vielen weiteren Geschäften. Sie sind für den nachweihnachtlichen Ansturm vorbereitet, wie Ecke den OVB-Heimatzeitungen erklärt: „Wir hatten schon während der Adventszeit mehr Personal, damit die Wartezeiten an den Kassen verkürzt werden und immer ein Ansprechpartner für die Kunden vorhanden ist“.
Klassische Wintersportgeschäfte warten jedoch in der Regel noch etwas mit den Preisreduzierungen. Bei Intersport Siebzehnrübl beispielsweise findet der Sonder-Abverkauf von Skikleidung und Co. später statt. „Bei uns geht es erst in sechs bis acht Wochen los“, so Manuela Siebzehnrübl. Auch in den Reisebüros beginnt die Einlösung von Gutscheinen, die das Christkindl gebracht hat, gewöhnlich erst im Januar und Februar, wenn die Urlaubsplanung startet.
Einen weiteren Grund, warum es gerade in der Zeit zwischen den Festtagen viele Aktionen gibt, erläutert Reiter: „Im Vordergrund steht jetzt natürlich auch der Gedanke, die Urlaubszeit der Konsumenten zu nutzen“.
Etwas anders geht es bei Geschäften zu, die keine Saisonware verkaufen. Beispiel Media Markt: „Bei uns gibt es jetzt nicht die klassischen Preisnachlässe“, so eine Sprecherin des Unternehmens. „Dennoch haben wir gerade rund um die Weihnachtszeit immer wieder Angebote“, fügt sie hinzu. Auch im Media Markt ist zwischen den Feiertagen viel los. Die meisten Kunden haben Zeit und zusätzliches Geld für ausgedehntes Shopping. Übrigens: Immer weniger tauschen Präsente, die auf dem Gabentisch lagen, um. „Die Leute verschenken mehr Geld und Gutscheine, damit ist der Trend zum Umtausch eher rückläufig“, so die Erfahrung des Media Marktes. hei