SPD rutscht im Bund unter 20 Prozent

von Redaktion

Debatte über Bedingungen für Koalition – Gabriel will Gesundheitsreform

Berlin – Vor dem Beginn der Sondierungsgespräche mit der Union ist die SPD in einer Umfrage unter die 20-Prozent-Marke gerutscht. In der Erhebung des Forsa-Instituts für RTL und n-tv kommt die Partei nur noch auf 19 Prozent. Bei den Sozialdemokraten meldeten sich erneut Skeptiker einer Neuauflage der Großen Koalition zu Wort.

„Uns fehlt im Moment die Fantasie, dass die Union wirklich bereit sein könnte, mit uns gemeinsam für sozialen Fortschritt zu sorgen“, sagte Michael Groschek, Chef des einflussreichen SPD-Landesverbands Nordrhein-Westfalen, dem „Tagesspiegel“. Die Zustimmung seines Landesverbands auf dem SPD-Sonderparteitag am 21. Januar knüpfte Groschek an Verhandlungserfolge in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Außenminister Sigmar Gabriel machte Reformen der Europäischen Union und im Gesundheitswesen zur Bedingung für eine Koalition.

In der Umfrage legte die Union leicht auf 34 Prozent zu. Die Grünen erhalten zwölf Prozent, ebenso wie die AfD. Die Linke steht bei zehn Prozent, die FDP bei acht Prozent.

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