Rosenheim – Stimmungsvoller als das Rosenheimer Adventssingen im Kultur- und Kongresszentrum unter der Gesamtleitung von Hans Berger könnte eine musikalische Einstimmung auf das Weihnachtsfest nicht sein: Verschiedene Chöre, Instrumentalisten, Hirtenkinder und passende Bildprojektionen im Bühnenhintergrund (von Antonia Wutz) fügten sich in den zwei Aufführungen einen Tag vor Heiligabend zu einem stimmigen Ganzen zusammen, das erfreulicherweise mit vielen neuen Kompositionen und Arrangements von Hans Berger aufwartete.
Die anmutig gekleideten Mädchen des Audorfer Kinderchors von Birgit Sporer sangen sich gleich gegen Anfang mit dem alpenländischen Volksgut „Jetz kimmt de heilige Weihnachtszeit“ dank ihrer frischen, fröhlichen Stimmen in die Herzen der zahlreichen Zuhörer. Dazu boten die Männerchöre von Feldkirchen bei Rott und Arget-Sauerlach mit ihren satten, wohlklingenden Tenören und Bässen ein wunderbares Pendant.
Die perfekt aufeinander abgestimmten Instrumentalisten rund um Hans Berger an der Zither begleiteten die Vokalisten, unter denen sich auch die Audorfer Sängerinnen und Sänger, die Lainthaler Sängerinnen, der Sixn-Dreigsang sowie der Montini-Chor befanden, bei Stücken wie „Du lüftiga Bursch auf da Roas´“ oder „Als Maria übers Gebirge ging“ (von Annette Thoma) stets einfühlsam und mit großem musikalischem Gestaltungsreichtum.
Komplettiert wurde der Sängerreigen durch die Solisten Daniel Hinterberger, Harald Osterauer und Andreas Smettan: Sie interpretierten ein wunderschönes Marienlied aus der Feder von Rosi Berger oder die Komposition „De staade Zeit“ mit ihren samtig- satten Männerstimmen, die sowohl Sinngehalt der Texte, als auch das melodische Geflecht wohlig-warm in die Herzen der Zuhörer transportierten.
Insbesondere auch die reinen Instrumental-Stücke mit Saiten-und Blasinstrumenten vermittelten die segensreiche, weihnachtliche Botschaft auf besonders anmutige Art und Weise. Mehrere verschiedene Landler muteten gefällig an und ließen dank Hans Bergers interessanter Arrangements immer wieder aufhorchen. Verbunden wurden die Musikstücke unter anderem mit Texten aus Ludwig Thomas Dichtung „Heilige Nacht“.
Als ein Höhepunkt erwies sich die musikalisch-szenische Darbietung der Riederinger Hirtenkinder unter der Leitung von Georg Staber. Die jungen, überaus engagierten und authentischen Darsteller brachten das Publikum durch ihre frische und lebendige Suche nach dem Jesuskindlein in der Krippe immer wieder zum Schmunzeln und warteten darüber hinaus mit originellen musikalischen Einlagen auf, denn sie „probten“ ein Stück für das neu geborene Christkind.
Den krönenden Abschluss bildete ein Auszug aus Bergers strahlender Weihnachtsmesse, bei dem unter anderem der „Orgel-Boarische“, gekonnt dargebracht von Johannes Berger, hervorstach. Die zahlreichen Interpreten verabschiedeten sich mit „Stille Nacht, heilige Nacht“, das mit den Zuhörern gesungen wurde, in eine friedvolle Weihnachtszeit.