Stephanskirchen – Es ging gut los, das Jahr 2019: Die Marc O’Polo AG möchte am Firmensitz in Waldering, einem Ortsteil von Stephanskirchen, auf 1100 Quadratmetern ein „House of product and design“, also Vermarktungs- und Ausstellungsfläche sowie Büros für die Designer, errichten. Zwar sind durch die Planung Grund- und Geschossflächenzahl ausgereizt, aber weder Landratsamt noch Gemeinde haben Einwände. Mehr Platz, mehr Büros, mehr Autos? Vielleicht, aber das Textilunternehmen hat schon bisher mehr Parkplätze angelegt, als es hätte tun müssen. Und plant für die Erweiterung 70 Stellplätze, davon eine Tiefgarage mit mindestens 25 Stellplätzen – möglicherweise auch deutlich mehr.
In der zweiten Jahreshälfte trifft es die Marc O‘Polo AG, Jahresumsatz 2017/2018 440 Millionen Euro, hart: Das Modehaus wird Ziel eines Cyber-Angriffs. Die Attacke habe eine Störung des IT-Systems in größerem Umfang verursacht, so ein Sprecher des Hauses gegenüber der Heimatzeitung. Auch das Kommunikationssystem war beeinträchtigt.
Obwohl man Hinweise darauf habe, dass es sich um einen gezielt gesteuerten und geplanten Angriff handele, so der Firmensprecher, sei es nach aktuellem Stand zu keinem Datenabfluss gekommen. „Es bestehen insbesondere keine Hinweise darauf, dass auf Endkundendaten zugegriffen wurde.“ Und: Das Unternehmen, das acht Kollektionen pro Jahr auf den Markt bringt, blieb trotz des Cyber-Angriffs handlungsfähig. syl