Lassen Sie sich bloß nicht vom nüchternen Titel abschrecken. „Das eigentliche Wesen des Reisens besteht darin, sich allem hinzugeben, dem man begegnet“, schreibt Cees Nooteboom. Das klingt poetischer – und meint genau das, was der niederländische Schriftsteller, Jahrgang 1933, hier tut. Immer wieder war er in Japan zu Gast; in diesem Essay schildert er die Wanderung zum Tempel Kozan-ji im Norden von Kyoto. Begleitet von seiner Frau, der Fotografin Simone Sassen, nähert sich der Autor dem Unesco-Weltkulturerbe mit großem Respekt. Dort entstanden im 12. und 13. Jahrhundert die vier Bildrollen der „Lustigen Tiere“, deren erste im Buch vollständig reproduziert ist. Selbst in diesem kleinen Format beeindruckt die lebendige Darstellung von Fröschen, Hasen Füchsen, Affen und ihr menschliches Antlitz. leic