Das kleinste iPad ist endlich im Jahr 2021 angekommen. Das hat sich auch in unserem Test bestätigt.
Erster Eindruck
Das iPad mini wirkt, als hätte Apple das 10,9 Zoll große iPad Air geschrumpft. Es passt in eine Handfläche. Und der Unterschied zum iPhone 13 Pro Max (6,7 Zoll) ist gar nicht so riesig, siehe Gewicht: 293 Gramm beim iPad mini, 238 Gramm beim iPhone. Welten sind das keine.
Format
Hier ist das mini tatsächlich maxi. Wer mehr Bildschirm-Platz als bei einem Smartphone möchte, aber kein ausgewachsenes Tablet mit sich herumschleppen will, liegt genau richtig. Und man kann darauf das OVB prima als E-Paper lesen – auch wenn man das Bild recht oft vergrößern muss.
Bildschirm
Natürlich ist er nicht so flüssig wie beim iPhone 13 Pro mit 120Hz-Display. Hier müssen noch 60Hz genügen. Und die Helligkeit ist mit maximal 500 Nits nicht so hoch wie beim neuen iPhone. Das fällt vor allem bei hellem Sonnenlicht auf. Dafür liegt die Schärfe mit 326 ppi (Pixel pro Zoll) deutlich über HD-Standard. Insgesamt ist es ein gutes, wenn auch nicht überragendes Display.
Leistung
Um den Akku zu schonen, hat Apple den A15-Chip minimal von 3,2 GHz auf 2,9 GHz gedrosselt. Aber das Tempo reicht auch bei Filmschnitt, Bildbearbeitung oder 3D-Spielen voll aus. Im aktuellen „F1 Mobile Racing“ rast Mick Schumacher superflüssig um den Kurs.
Kameras
Beide Kameras bieten zwölf Megapixel Auflösung. Die Frontkamera ist gut genug für Videochats. Die Rückkamera liegt ein, zwei Generationen hinter dem iPhone. Aber die Bilder sind prima. Und wer fotografiert allen Ernstes mit einem Tablet?
Bedienung
Die Gesichtserkennung Face ID fehlt im Alltag nicht. Im Gegenteil: Der Fingerabdruck-Sensor Touch ID oben rechts im Einschaltknopf öffnet das mini mit einem Klick, ohne dass man korrekt in die Kamera schauen muss. Dass die Lautstärkeknöpfe jetzt oben links liegen, ist allerdings gewöhnungsbedürftig. Dafür funktioniert die Handschrifterkennung mit Apples Pencil-2-Stift (135 Euro) erstaunlich gut.
Preis
Mit 549 Euro für recht karge 64 GB und mit 719 Euro für perfekt passende 256 GB ist das iPad mini empfindlich teurer als das schwächere Basis-iPad ab 379 Euro (10,2 Zoll). Modelle mit 5G-Mobilfunk gibt es auch. Sie kosten aber 170 Euro mehr als die Nur-WiFi-Varianten. Wir haben Mobilfunk nicht vermisst. Denn bei Bedarf lässt sich das iPad mini problemlos über den iPhone-Hotspot ins Netz bringen. Beste Android-Alternative ist laut Warentest mit Note 2,0 das 8 Zoll große Samsung Galaxy Tab Active 3 ab 420 Euro.
Fazit
Kleinerer Bildschirm, höherer Preis als beim Einstiegs-iPad. Da wird schnell klar, dass das mini eher ein schickes Lifestyle-Spielzeug für alle ist, die zum Beispiel im Zug Netflix sehen wollen – größer als am iPhone, aber trotzdem im handlichen Format. Das iPad Air ist nur 100 Euro teurer und bietet den deutlich größeren Bildschirm. Aber wer auf Kleinformat steht, hat mit dem neuen iPad mini großen Spaß.