Reise-Infos Kuala Lumpur

Charme bunter Hinterhöfe

von Redaktion

Wie Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur verruchte Viertel aufhübscht

Kuala Lumpur ist keine Megacity, in der Besucher mindestens eine Woche brauchen, um sich ein wenig auszukennen. Kuala Lumpur taugt auch prima als „Stopover“-Ziel. Doch auch auf den Straßen von Malaysias Hauptstadt mit ihren rund drei Millionen Einwohnern kann man sich leicht verlaufen. Damit das nicht passiert, hier Tipps für einen kurzen Städtetrip:

Hoch hinaus zum Start

Die Petronas Towers sind wohl das bekannteste Aushängeschild Kuala Lumpurs. Die Zwillingstürme, verbunden mit der höchsten doppelstöckigen Brücke der Welt, liegen mitten in der Stadt. In ihrem Fuß befindet sich die mehrstöckige, herrlich klimatisierte – manchmal braucht man das im schwülen Kuala Lumpur – Mall Suria. Ein paar Stunden shoppen schafft einen kühlen Kopf, um dann für ein Foto von der weltbekanntesten Sehenswürdigkeit Kuala Lumpurs durch den Park vor den Petronas Towers zu spazieren, sich am schön angelegten Symphony Lake zu entspannen oder – falls mit Kids unterwegs -– auf den riesigen Spielplätzen dort zu toben.

Den schönsten Foto-Blick auf die Petronas Towers hat man vom W Kuala Lumpur aus. Das Hotel ist richtig cool designt und seine Bars bei den Einheimischen schwer angesagt. Jetzt zu Halloween stehen sie wieder vor der Woobar Schlange, nachdem sie am Wet Deck zu chilligem DJ-Sound ihren Sundowner geschlürft haben.

Kunst an den Wänden

Einst war die Jalan Alor im Unterhaltungsbezirk Bukit Bintang ein dunkler Ort, vor dem sich sogar Einheimische fürchteten. Heute ist die Straße der ultimative Tipp für Streetart-Liebhaber, nachdem sie durch eine Initiative der Stadtverwaltung kunterbunt umgestaltet wurde.

Coole Kunst an den Wänden entdeckt man auch in Chinatown. Man muss schon ein bisschen suchen, bis man den recht versteckten Hinterhof der Kwai Chai Hong findet, doch durchquert man die hölzerne Tür und schlendert über ein Holzbrückchen, fühlt man sich direkt in die goldenen 60er Jahre versetzt. Kinder beim Gummihüpfen, aus verschnörkelten Fenstern träumende Schönheiten und Liebesbrief schreibende Dichter verzieren dort die Wände. Wer mag, nimmt auf Bänken Platz und verschmilzt mit den Kunstwerken. Oder er scannt die QR-Codes neben den Gemälden und liest interessante Hintergrundinfos und die jeweiligen Entstehungsgeschichte. Auch das ist Kuala Lumpur: hochmodern und traditionell nebeneinander.

Zu den Batu Caves hecheln

Eine Fahrt mit der U-Bahn zu den Batu Caves ist am frühen Morgen am schönsten. Um sechs Uhr werden die Pforten zum meistbesuchten Hindu-Tempel außerhalb Indiens geöffnet. Dann geht es 272 Stufen hinauf zu den Fledermaus-Höhlen. Begleitet von Langschwanzmakaken, die darin geübt sind, den Touristen Essbares abzuluchsen. Wer danach noch Puste hat, erklimmt die steile Straße zum Thean Hou Tempel auf den Robson Heights. Er ist der chinesischen Meeresgöttin Mazu gewidmet und verbindet Elemente des Taoismus, Buddhismus und Konfuzianismus.

Übrigens: Wer lieber in der Stadt bleiben will, auch in Kuala Lumpur gibt es tolle Tempel. Etwa den Sri Mahamariamman. Ein prachtvoller Bau voller bunter Schnitzereien hinduistischer Gottheiten. J. Ammerschläger, V. Wolff/dpa

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