Der Name schürte schon immer die Abenteuerlust. Jetzt tritt Hyundais SUV-Flaggschiff Santa Fe in fünfter Generation an und zeigt klare Kante. Mit einem riesigen Innenraum, der bis zu sieben Personen Platz bietet und durch Umklappen der Sitze vielfältig nutzbar ist. Bei großer ebener Liegefläche scheint selbst ein kurzer Camping-Trip nicht ohne Reiz.
An einen urigen Geländewagen erinnernd, ist der Koreaner mit seinem eckigen Design eine wahrlich imposante Erscheinung. Und er hat auch im Detail seine Hingucker. Etwa die als „H“ geformten Scheinwerfer, die dem Hyundai-Emblem nachempfunden sind.
Der auf 2.81 Meter gewachsene Radstand ermöglicht viel Platz in dem je nach Ausstattungslevel mit fünf bis sieben Sitzen angebotenen Santa Fe. Bei voller Bestuhlung fasst der Kofferraum noch 628 Liter. Über eine mächtige Heckklappe zu erreichen, unter der man es sich bei einer Rast gemütlich machen kann.
Angeboten wird der stramme Koreaner als Vollhybrid (HEV) und Plug-in-Hybrid (PHEV). Ersterer wahlweise mit Front- und Allrad-Antrieb, während die Kraft beim PHEV immer auf beide Achsen geht. Basis ist bei beiden ein 1.6-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner mit 160 PS. Für adäquaten Vortrieb sorgen Elektromotoren, beim HEV 65 PS und beim PHEV 98 PS zusätzlich leistend, der über eine elektrische Reichweite von 54 Kilometer verfügt. Das ergibt Systemleistungen von 215 PS und 253 PS.
Ein Aufgalopp auf hügeligen Taunus-Straßen mit dem Plug-in-Hybrid, der bei Tempo 180 abgeriegelt wird, war eine angenehme Ausfahrt. Ließ sich doch das bullige Gefährt mit seinem auf Komfort ausgerichteten Fahrwerk, der präzise arbeitenden Lenkung und der unaufgeregten Sechsgang-Automatik kaum aus der Ruhe bringen. Es zwingt auch Dynamiker zu Gelassenheit. Es irritiert allerdings, dass das PHEV nur eine Batterie-Kapazität von 13,8 kWh aufweist. Bei schwacher Ladeleistung von 3,6 kW hängt das SUV rund dreieinhalb Stunden an der Ladesäule.
An Sicherheitskomponenten und Annehmlichkeiten wurde nicht gespart. Zwei zum Fahrer gebogene 12,3-Zoll-Panorama-Displays sorgen für leichte Bedienung der Navigations- und Infotainment-Funktionen. Das Staufach der mächtigen Mittelkonsole, auf der zwei Smartphones geladen werden können, lässt sich auch von der zweiten Sitzreihe aus öffnen.
Angeboten wird der Santa Fe in drei Ausstattungen und zu Preisen ab 56700 Euro. In der Topversion Blackline sind 61850 Euro fällig. Da gibt’s Sitze mit Relax-Funktion, ein Head-up-Display, den digitalen Innenspiegel, der für ungehinderte Sicht nach hinten sorgt, und ein Sterilisationsfach zur Reinigung von Mobiltelefon und Geldbörse. Klaus Ackermann