Auf das Neue im Leben achten

von Redaktion

Der Blick auf einen frisch gefällten Baum stimmt mich in unserem Wald immer etwas wehmütig. Ein Stück Leben geht sichtbar zu Ende. Als ein Sonnenstrahl auf den Baumstumpf fällt, sehe ich erst, wie viel Anflug im Umkreis des Baumes bereits aufgegangen ist. Er braucht Platz, um sich entfalten und dem Licht entgegenstrecken zu können. Vielleicht wäre es auch in unserem Leben manchmal hilfreich, nicht immer nur den Lebensphasen nachzutrauern, die wir schmerzlich loslassen müssen. Möglicherweise gehen uns dann auch hier die Augen auf für das, was auf unserem Lebensweg noch Neues wachsen und reifen will. „Seht her, nun mache ich etwas Neues. Schon kommt es zum Vorschein, merkt ihr es nicht?“, heißt es hoffnungsvoll im Buch Jesaja der Bibel. So sagte es auch der Dichter Christian Morgenstern: „Wir brauchen nicht so fortzuleben, wie wir gestern gelebt haben. Machen wir uns von dieser Anschauung los und tausend Möglichkeiten laden uns zu neuem Leben ein.“Foto maurer

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