Oberaudorf/Benin – „Die einzige dauerhaft wirkungsvolle und nachhaltige Entwicklungshilfe ist Bildung, damit die vielen jungen Leute die Möglichkeit bekommen, in ihrem Land etwas aufzubauen, denn auch hier bleiben die Menschen lieber in ihrer Heimat – vorausgesetzt, sie haben eine Perspektive, denn nach Europa gehen nur die Perspektivlosen“, sagt die Schulbau-Baumeisterin Astrid Toda aus Oberaudorf, die seit 30 Jahren in Benin lebt.
Ein schöneres Geschenk hätte sie sich kaum wünschen können, als vom fünften Großspender aus dem Raum Rosenheim das Geld für den Bau einer weiteren Schule zu bekommen. Sie wird nicht müde immer wieder auf die Wichtigkeit von Bildung hinzuweisen.
Für eine Spende von 15.000 Euro kann dort eine Schule, in der 300 bis 500 Kinder unterrichtet werden können, gebaut werden, da der Verein zu den wenigen anerkannten Organisationen gehört, die vom deutschen Entwicklungshilfeministerium BMZ mit 75 Prozent gefördert werden. Das BMZ ist eine Garantie, dass kein Geld veruntreut wird, denn der Verein Bildungswerk Westafrika unterliegt einer strengen Prüfung. 25 Prozent des Geldes für die Gesamtkosten von 60.000 Euro kommt von einem anonymen Spender aus dem Landkreis und der Rest aus Zuschüssen des BMZ, das auf jeden gespendeten Euro drei Euro zuschießt, was aber ab 2026 auf zwei Euro im Zuge der Sparmaßnamen, gekürzt wurde. Voraussetzung, dass eine Schule überhaupt gebaut werden kann, sind aber die Spenden an den Verein „Bildungswerk Westafrika e.V.“, erst dann rückt der Staat das Geld heraus. Das ganze Dorf ist glücklich, wenn es den Zuschlag für eine Schule erhält. Nachdem als erste Voraussetzung erfolgreich Wasser gebohrt wurde, heben die Dorfbewohner die Fundamente aus, schaffen Baumaterial herbei und produzieren die Betonsteine. Die Leute, meist selber Analphabeten, wissen genau wie wichtig die Bildung für ihre Kinder ist und dass nur mit Bildung ihr Land aufgebaut werden kann. 40 Dörfer bewerben sich derzeit bei Astrid für eine neue Schule. Sie sagt: „Wenn ein Dorf den Zuschlag erhält, entsteht immer eine große Baueuphorie und alle helfen mit. Nicht zuletzt durch ihre 30-jährige Tätigkeit ist in den letzten 20 Jahren die Analphabetenrate in Benin von 80 Prozent auf 60 Prozent gesunken. Wichtig sind Spender, die dafür gerne mit ihrem Namen verewigt werden können. Interessierte können sich gerne beim stellvertretenden Vorsitzenden Walter Schmid in Stephanskirchen unter Telefon 0162/2658318 melden, oder spenden an das „Bildungswerk Westafrika e.V.“ Konto bei der Raiffeisenbank Oberaudorf.