„Wenn Berge da sind, weiß ich, dass ich da hinaufgehen kann, um mir von oben eine neue Perspektive vom Leben zu holen.“ Hubert von Goisern hat das einmal gesagt. Ein Satz, der mich anspricht, weil ich mich darin wiederfinde. Manchmal braucht es den Aufstieg. Schritt für Schritt über steinige Wege, durch Anstrengung und Müdigkeit hindurch. Oben angekommen, verändert sich etwas. Die Weite öffnet den Blick. Was unten noch schwer und belastend erschien, rückt in ein anderes Licht. Horizonte werden sichtbar und neue Wege erkennbar. Solche Gipfelmomente brauchen wir auch im Leben. Zeiten, in denen wir Abstand gewinnen vom Alltag, von all den Sorgen, den Erwartungen und der ständigen Betriebsamkeit. In der Stille der Berge dürfen Gedanken zur Ruhe kommen und die Seele aufatmen. Der Blick in die Ferne erinnert mich daran, dass unser Leben größer ist als die Herausforderungen des Augenblicks. Dann kommt mir ein Wort aus den Psalmen der Bibel in den Sinn: „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?“ Diese Frage trägt zugleich eine Verheißung in sich: Ich bin nicht allein unterwegs. Es gibt eine Kraft, die größer ist als meine eigenen Möglichkeiten. Manchmal genügt ein Blick in die Weite, um neu zu spüren: Der Weg geht weiter und die Hoffnung reicht weiter als der nächste Schritt. Foto Lemm