Zur Berichterstattung über den geplanten Ausbau der Brenner-Zulaufstrecke (Regionalteil):
Ein viergleisiger Ausbau der Zulaufstrecke in unserer Region würde – neben anderen positiven Auswirkungen – auch eine Verbesserung des ÖPNV ermöglichen. Dabei wäre der zentrale Knoten Rosenheim noch besser zu nutzen als bisher oder vielleicht künftig mit einer S-Bahn-Verbindung nach München. Auch für die Nahregion um Rosenheim ergäben sich nämlich durch die Entlastung der Bestandsstrecken vom Güterverkehr Chancen für einen verdichteten Personenverkehr. Man könnte daran denken, die gerade in den Stoßzeiten stark befahrenen Zufahrtstraßen nach Rosenheim durch eine Art Regionbahn zusätzlich zum Busverkehr zu entlasten, was im Übrigen auch diesen beschleunigen würde. Dazu ist es notwendig, zusätzliche Haltepunkte einzurichten, wie bereits an der Hochschule oder im Aicherpark vorgesehen. Ost-West-Verbindung wäre dann etwa ein Regionverkehr von Rohrdorf auf der elektrifizierten Strecke über Haltepunkte in Thansau, Ziegelberg, Rosenheim (Hbf), Aicherpark nach Kolbermoor. Nord-Süd-Verbindung wäre von Raubling mit Haltepunkten Pfraundorf, Happing, Rosenheim (Hbf), Hochschule, Westerndorf nach Schechen (Streckenabschnitt müsste elektifiziert werden). Diese Bahnen sollten in Rosenheim bequeme Umsteigemöglichkeiten bieten und könnten die Meridian- und DB-Regio- Verbindungen ergänzen, auf welchen wie in Stephanskirchen zusätzliche Haltepunkte möglich wären.
Manfred Kreibig
Rosenheim