Zur Berichterstattung über die gleichgeschlechtliche Ehe (Politikteil, Leserbriefe):
Papst Johannes Paul II. hat 1980 Erzbischof Caffarra beauftragt, das päpstliche Institut für Studien zu Ehe und Familie zu gründen. Dieser schrieb an Schwester Lucia dos Santos, eine der Seherkinder von Fatima 1917, und bat sie um ihr Gebet. Auf Drängen des zuständigen Bischofs hatte sie die Prophezeiungen aufgeschrieben, die später zur Wirklichkeit wurden, zum Beispiel der Zweite Weltkrieg. In ihrem Antwortbrief schrieb sie: „Die letzte Schlacht zwischen Gott und der Herrschaft des Satans wird um die Ehe und die Familie geschlagen.“ Jetzt sind wir mitten drin. Auf welcher Seite die Verfechter der Ehe für alle stehen, ist wohl eindeutig. Leider gehört dazu auch der größte Teil der evangelischen Kirche und manche Bundestagsabgeordnete der CDU und der CSU. Auch der Bundespräsident hat das Gesetz unterschrieben. Es ist zu hoffen, dass eine bevorstehende Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts den Ausdruck in der Präambel des Grundgesetzes: „In seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen“ nicht zu einer nichtssagenden Formel verkommen lässt.
Thaddäus Weindl
Raubling
Gott erschuf den Menschen als sein Bild … Männlich und weiblich erschuf er sie. Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch …“ (Genesis 1,27f.) Wer diese einfachen, uralten und sehr klaren Worte aus der Bibel für gleichgültig in Bezug auf andere Lebensformen erklärt, macht sich meines Erachtens nach zum Spielball einer unverbindlichen Beliebigkeit.
Christian Kuster
Großkarolinenfeld
Auch wenn Bundespräsident Steinmeier das Gesetz unterschrieben hat, bin ich doch der Meinung, dass es eine Fehlentwicklung ist. Nicht, weil Gleichgeschlechtliche zusammen wohnen und leben. Aber sie beanspruchen das Wort und den Inhalt von „Ehe“, das von alters her eine Gemeinschaft von zwei verschieden geschlechtlichen Menschen ist. Es scheint von einem Rest von schlechtem Gewissen zu zeugen, wenn sich zwei Gleichgeschlechtliche eng an das alte Wort anlehnen wollen. Wo bleibt das Selbstbewusstsein, das sie auf der Straße hinausschreien? Außerdem werden die Worte „Mann“ und „Frau“ beschädigt, wenn eine Frau von einer anderen sagt, sie ist mein Mann oder ein Mann, er ist meine Frau. Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich eine Klage beim Bundesverfassungsgericht einreichen.
Liselotte Heilmeier-Beerheide
Feldkirchen-Westerham