Polen vor der Haustür

von Redaktion

Zur Berichterstattung über die Polen-Krise (Politikteil):

All jene, die sich allzu laut zur Justiz- und Medien-Reform in Polen äußern, sollten kurz innehalten und nachdenken. Man erinnert sich noch bei uns in Deutschland an das politische Gezänk der Parteien um die Ernennung eines neuen Richters beim Bundesgerichtshof. Die obersten Richter werden streng nach Parteibuch und Proporz ernannt. Auch bei den sogenannten „öffentlich- rechtlichen Rundfunk-Anstalten“ werden die Aufsichtsgremien, die die Sender kontrollieren, streng nach Parteien-Proporz besetzt. So ist auch zu verstehen, dass anders Denkende oder politische Mitbewerber in „vorauseilendem Gehorsam“ (etwa die AfD und andere), nicht oder kaum zu Wort kommen. Siehe auch die Besetzung der einschlägigen Talkshows mit ihren Gästen. Begründet wird das von den zuständigen Redakteuren dann immer mit der freien Auswahl der Teilnehmer. Genannt wird das Ganze dann auch noch politische Meinungsbildung. Stimmt sogar!

Franz Smeets

Bruckmühl

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