Zur Berichterstattung über den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur (Regionalteil):
Feinstaub-Diskussion, Stickoxide in Großstädten, Großbritannien will ab 2040 keine Diesel- oder Benzin-Pkw mehr neu zulassen – diese Meldungen sollten Anlass sein, über Verkehrszuwachs und dessen Begrenzung nachzudenken. So sind Parkplätze am Ruperti oder neue Tiefgarage an der Berufsschule geplant. Wenn 16- und 17-jährige Schüler mit dem Bus oder Fahrrad kommen können, dann können 18-Jährige das auch, auch dann wenn sie ein Auto und die Fahrerlaubnis haben. Deshalb bitte nicht noch mehr Schülerparkplätze. Wie viele Kinder wohnen zwischen sechs und zehn Jahren jetzt und auch noch in 15 Jahren südlich des Inns? Bei mehr als etwa 80 wäre eine neue kleine Grundschule in Mühldorf-Süd mit Einsparung der Buskosten und kurzen Wegen für die Kinder besser als tägliches Busschaukeln. Und Lehrmittel sind nicht so furchtbar teuer! Und mit einem Schulneubau beispielsweise gleich in 300 bis 600 Meter Distanz Dienstwohnungen für Lehrer mit bauen. Pkw-Fahren kann man nicht verbieten, aber die „gespürte“ Notwendigkeit verringern. Auf dem Stadtplatz sollte man die städtische Wohnzimmerfunktion nicht noch weiter ausbauen, sondern ein zweites gemütliches Stadtzentrum im Norden schaffen, sodass auch dort fast alles Wichtige stattfinden kann. Kurze Wege eben.
Wolfgang Schönfelder
Mühldorf