Zu „Watschen waren üblich“ (Leserbrief):
Die Ohrfeigen, die der Leiter der Regensburger Domspatzen, Georg Ratzinger verteilt hat, hat er erst einmal abgestritten und erst bedauert, als ihm diese nachgewiesen wurden. Das heißt schlicht und einfach: Er hat gelogen! Der Hinweis von Leserbriefschreiber Wolfgang Weber, vor 50 Jahren hätten Hiebe und Tatzen zur Erziehung gehört, ist zu vergleichen mit dem Ausspruch des ehemaligen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg Hans Filbinger bezüglich dem Nazi-Regime: „Was damals Recht war, kann heute nicht unrecht sein“. Die Lehrerin, die einem Schüler sieben Ohrfeigen für sieben Rechtschreibfehler verpasste, sollte nicht als gutes Beispiel hingestellt werden, sie war vermutlich sadistisch veranlagt. Wer im späteren Leben Anordnungen zu treffen hat oder eine Führungsperson werden soll, muss sich laut Herrn Weber als Schüler oder Lehrling vom Lehrer oder Lehrmeister abwatschen lassen, um ein redlicher Staatsbürger zu werden?
Wolfgang Maier
Bruckmühl