Hasan Ismaik nicht alleine schuld

von Redaktion

Zur Berichterstattung über den TSV 1860 München (Sportteil, Titelseite):

Dass 1860 ein Geisterspiel bestreiten muss, ist die wichtigste Meldung auf der Titelseite: Ein Fußballverein, der in der vierten Liga spielt. Der Redakteur, der dafür verantwortlich ist, sollte sich einen anderen Job suchen.

Josef Robeis

Schönau

Es waren nicht einmal zwei Prozent der Mitglieder, die gegen Ismaik gestimmt haben. Tut mir leid, da fehlt mir jedes Verständnis für Ihren Anti-Ismaik-stimmungsmachenden Artikel! Wer die Komplexität der Problematik nicht kennt oder nicht wahrhaben will, sollte mit Beurteilungen vorsichtig sein.

Bettina Scharold

Bad Endorf

Vor Jahren als Löwen-Retter gefeiert, wird Hasan Ismaik heute an den Pranger gestellt. Alle Schuldigkeit wird zwischenzeitlich dem Investor in die Schuhe geschoben. Fauser sagte bei der Mitgliederversammlung sinngemäß: „Wir brauchen mehr Transparenz, wir müssen offenlegen, in welche Kanäle beispielsweise das Geld fließt.“ Genau das ist der Punkt, mit dem unser Investor ein Klagelied anstimmen könnte. Kein Wort davon in Ihrer Ismaik-Bewertung. Verdiente Löwen-Spieler wie Radenkovic erkennen heute die Notwendigkeit, einen solventen Investor im Rücken zu haben. Es ist aber auch von Nöten, diesem Geldgeber den roten Teppich auszurollen. Die Realität sieht aber anders aus: Mediale Schelte, klare Positionierung des Präsidiums gegen Ismaik. Kein Wort davon in Ihrer Ismaik-Bewertung. Die vergangenen Jahre waren geprägt vom Maulwurf-Dasein. Immer wieder traten Interna an die Öffentlichkeit. Auch darüber ist ein Investor brüskiert. Kein Wort davon in Ihrer Ismaik-Bewertung. Vertrauensbildende Maßnahmen des Präsidiums: Fehlanzeige. Ausnahme war Ex-Präsident Cassalette. Kein Wort davon in Ihrer Ismaik-Bewertung. Natürlich hat unser Investor personelle Fehlentscheidungen getroffen, aber hier stehen doch Verein und Präsidium genauso in der Verantwortung. Kein Wort davon in Ihrer Ismaik-Bewertung. Die Handschrift Vitor Pereiras war offenkundig gut. Keine Spur von einer drohenden Relegation, vor allem bei sieben Punkten Vorsprung nach dem Düsseldorf-Spiel. Es kam, was niemand erwartete. Aber sind Ismaik oder Pereira allein schuldig? Kein Wort davon in Ihrer Ismaik-Bewertung. Abschließend muss doch Verständnis gezeigt werden, wenn Ismaik bei einem über 20400 Mitglieder starken Verein Bedenken äußert, weil bei einem Antrag bei verbliebenen 387 stimmberechtigten Mitgliedern zugestimmt wurde.

Karlheinz Schmidt

Edling

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