Wolf gefährdet unser Landschaftsbild

von Redaktion

Zu „Auf der Alm wartet das Rudel“ (Bayernteil):

Mit der eindeutigen Aussage von Umweltministerin Ulrike Scharf für die Wiederansiedlung des Wolfes tat sie kund, dass die bayerische Staatsregierung die wichtige Balance für den Erhalt der Kulturlandschaft in Südbayern nicht begriffen hat. Südbayern ist ein dicht besiedeltes Gebiet, in dem die Naturschönheiten zu schützen sind und die Bevölkerung einen Anspruch auf eine gepflegte Naherholungs-, Natur- und Kulturlandschaft hat. Die Kulturlandschaft wird geprägt von der Landwirtschaft. In den Erholungsgebieten sorgt die Landwirtschaft mit einer an die Natur angepassten Bewirtschaftung für die Pflege und Offenhaltung der Landschaft. Dies ist mit viel Idealismus verbunden, allein wirtschaftlich betrachtet gar nicht darstellbar und die Zuschüsse über das bayerische Kulturlandschaftsprogramm sind zwar finanzielle Anreize, um zum Beispiel die Almbewirtschaftung zu betreiben, können aber nicht als Entlohnung angesehen werden. Für die Offenhaltung der Landschaft in den Bergregionen ist die Almwirtschaft unerlässlich und anderweitig nicht finanzierbar. Es ist den Bergbauern nicht zuzumuten, dass sie Vorkehrungen treffen müssen, damit sie in ihren Tierbeständen keine Verluste durch Wolf oder Bär hinnehmen müssen. Die Ansiedlung ganzer Wolfsrudel würde da beispielsweise kleinere Schafherden komplett auslöschen. Die drei Säulen in unserem Gebiet Natur, Landwirtschaft und Erholung sind durch die Wiederansiedlung von großen Raubtieren gefährdet, da nur das verzahnte Zusammenspiel dieser drei Punkte dafür sorgt, dass unschöne Landschaft so erhalten bleibt.

Franz-Xaver Thielmann

Feldkirchen-Westerham

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