Derby vor dem Amtsgericht

von Redaktion

Zum Bericht „Derby vor dem Amtsgericht“ im Bayernteil:

„Vor dem Gesetz ist jeder gleich“, so steht es im Grundgesetz. Aber ist auch vor dem Richter jeder gleich? Es könnte schon „ein Gschmäckle“ haben, wie der Schwab‘ gerne sagt, wenn ausgerechnet ein „Roter“, selbstherrlich, um nicht zu sagen großkotzig, eine Verhandlung führen darf gegen eine „Blaue“. Er führt die Verhandlung wie ein Fußballspiel, 90 Minuten lang. Gerecht sicherlich, aber er ist bekennender FC Bayern-Fan. Er muss das „ausblenden“ wie er selber sagt.

Sicher schwer für Richter Müller. Da er doch Fan der „Guten“ ist, keine Hooligans in ihren Reihen, keine Vorbestraften in den Reihen dieses Vereins. Schon gar nicht in der Führung.

Es muss doch klar sein, dass solche Anlässe wieder zu Straßenschlachten führen können, wenn sich die Amateure des TSV 1860 und Bayern gegenüberstehen. Gibt es auch Richter, die keine Fußballfans sind? Oder die dann wenigstens den Mut haben, sich für befangen zu erklären? Wenn das Urteil auch gerecht war, Fingerspitzengefühl wär gut gewesen!

Martin Luckenhuber

Halfing

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