Auf hoher See – Rettung garantiert

von Redaktion

Zum Artikel „Protest auf hoher See“ im Politikteil:

Täglich wagen hunderte illegale Migranten die gefährliche Mittelmeerüberfahrt – weil sie wissen, dass nur wenige Meilen vor der Küste Libyens ein deutsches Schlepperschiff auf sie wartet. Gechartert wurde es in der Regel von einer der privaten Initiativen mit viel Kapital, die in den Medien mit dem Schwindeletikett Nichtregierungsorganisation oder NGO bezeichnet werden.

Es gibt zwar gewisse Hinweise für eine direkte Zusammenarbeit zwischen Schleppern und NGOs, aber die wäre gar nicht nötig: Die einen können sich darauf verlassen, dass wenige Kilometer von der Küste ein Schiff der anderen kreuzt und auf neue Fracht wartet.

Die bequeme Überfahrt mit dem NGO-Shuttleservice zeigt den Afrikanern, die noch zu Hause sind, dass der Europa-Trip möglich und machbar ist. Das gehört zum Kalkül der Schlepper. Eine gelungene Überfahrt ist die beste Reklame für weitere!

Die Gefährlichkeit dieses Anreizes hat die australische Regierung richtig erkannt: Seit drei Jahren werden dort ausnahmslos alle Boote zurückgeschickt. Die Migranten sind dadurch nachhaltig demotiviert, die Kundschaft der Asylindustrie bleibt weg und es ertrinkt auch niemand mehr!

Im Mittelmeer dagegen wird durch die garantierte Überfahrt ein starker Anreiz für die illegalen Auswanderer geschaffen. Nachdem die NGO-Schiffe vor den libyschen Hoheitsgewässern ihre Warteposition eingenommen haben, erscheinen wie bestellt die Migrantenboote und befinden sich nach nur 45 Minuten Fahrzeit plötzlich in Seenot. Wer es also an der Libyschen Küste auf eines der Gummiboote geschafft hat, kann zuverlässig mit seiner Rettung rechnen und seinen Asylantrag noch vor Sonnenuntergang auf Sizilien unterschreiben.

Josef Mosner

Ampfing

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