Zum Bericht „Bildungssystem: Trotz Bestnoten Probleme beim Ganztag“ im Bayernteil:
Widerspricht dieses Ergebnis nicht sämtlichen Forderungen nach mehr Ganztagsbetreuung, wenn Bayern trotz (!) nur 34,6 Prozent (zu 44,5 Prozent bundesweit) Ganztagsbetreuung von Drei- bis Sechsjährigen, nur 11,1 Prozent (zu 34,4 Prozent bundesweit) Ganztagsbetreuung der Grundschulkinder, und nur 17,2 Prozent (zu 41,5 Prozent bundesweit) Ganztagsbetreuung in der Sekundarstufe I bei der Förderung der beruflichen Bildung auf den ersten Platz und bei der Vermeidung von Bildungsarmut auf Platz zwei bundesweit gekommen ist? Auch die guten Ergebnisse bei bundesweiten Tests (PISA und ähnlichen) wurden trotz (!) der mangelnden Ganztagsbetreuung erreicht. Oder vielleicht gerade deswegen! Uns wird doch dauernd eingetrichtert: Nur durch Ganztagsbetreuung, möglichst schon ab Säuglingsalter, kann ein Kind optimal gefördert werden. Und eine Erziehung durch die eigene Mutter sei für die Bildung des Kindes eher schädlich. Die Ergebnisse sprechen gegen diese Meinung!
Christine Demberger
Rosenheim