Bauen in Risikogebieten

von Redaktion

Zur Berichterstattung über den Hurrikan Harvey:

Vor vier Jahren wurde über den Taifun Hayan auf den Philippinen berichtet. Jetzt ist Hurrikan Harvey das Thema. Immer ist für die katastrophalen Folgen der angeblich anthropogene („menschengemachte“) Klimawandel schuld, obwohl klar sein müsste, dass ursprünglich die jeweilige Bevölkerungsexplosion verantwortlich ist. Die Philippinen hatten um 1800 etwa 1,5 Millionen Einwohner, heute sind es über 100 Millionen. Dasselbe trifft für Houston zu, das laut Meyers Konversationslexikon (Ausgabe 1897) 1890 erst 27557 Einwohner hatte. 2010 waren es 2,1 Millionen und die Metropolregion zählt heute 6,1 Millionen Einwohner. Dieses Bevölkerungswachstum ist nicht, wie in Entwicklungsländern, nur auf die hohe Kinderzahl zurückzuführen, sondern auf die Industrialisierung. Zur Bevölkerung von Houston gehören viele Latinos und Schwarze, die meist ärmer sind. Es werden nun nur Bilder von betroffenen Latinos und Schwarzen gezeigt. Nicht berichtet wird, dass aufgrund der gewachsenen Bevölkerung viele sich aus Preisgründen in Regionen niedergelassen haben, die hochwassergefährdet sind. In einer von der Rückversicherung Swiss Re publizierten Studie wurde 2017 (vor Harvey) auf die Hochrisikozone im Raum Houston verwiesen. Ähnlich war es 1997 und 2010 mit dem Oder-Hochwasser, wo viele sich in gefährdeten Regionen niedergelassen hatten. Auch in Rosenheim hatten die jüngsten Hochwasser gefährdete Stadtteile getroffen, trotzdem wird dort neu gebaut. Und wenn es Überschwemmungen gibt, ist natürlich der anthropogene Klimawandel schuld.

Hans Kürner

Rosenheim

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