Zu „Holzkirchner Kuhglockenstreit geht in die nächste Runde“ im Bayernteil:
Durch Zufall habe ich an diesem Tag den Mangfall-Boten gelesen. Es zeigt sich mal wieder, der Mensch ist mit nichts zufrieden. Die einen stört das Kuhglockengeläute und dass die Hähne krähen. Sie regen sich über fürchterlichen Stall- und Weidegestank auf. Aber verzichten möchte keiner auf ein schönes Rinderfilet, auf einen Schweinsbraten oder ein Backhendl. Geschweige denn auf Butter, Käse, Milch usw. Wiederum andere stören sich am Auto- und Fluglärm, ganz zu schweigen von den Strommasten und Windrädern und seit kurzer Zeit stört auch schon das Geläut der Kirchenglocken. Aber auch hier leisten die Wenigsten Verzicht auf einen fahrbaren Untersatz, auf eine Flugreise, auf die vielen Annehmlichkeiten der Elektrizität und und. Übrigens: Ich weiß, wovon ich rede. Ich wohne schon über 40 Jahre am Feldrand, habe gegenüber einen Bauernhof mit Reit- und Pferdestall. Mit dem Geruch muss ich mal mehr, mal weniger leben, aber dafür bin ich in der Natur. An gewissen Tagen ertrage ich Fluglärm im Drei- bis Fünf-Minuten-Takt. Man könnte noch viel mehr erzählen, aber belassen wir es dabei.
Heidi Rollinger
Messel