Widerspruch ist Unsinn

von Redaktion

Zum Leserbrief „Dogmen nicht in den Mittelpunkt stellen“ von Irmi Rose:

Frau Irmi Rose schreibt in ihrem Leserbrief, sie sei römisch-katholisch und auch gläubig, aber nicht im Sinne der katholischen Kirche. Dabei übersieht sie allerdings, dass die Evangelien und die Apostelbriefe überhaupt nicht aufgeschrieben und erhalten geblieben wären ohne die von Christus angekündigte und von ihm auf Petrus, dem Felsen, aufgebaute katholische Kirche. Wir wüssten heute überhaupt nicht, ob er gelebt und was er gelehrt hat. Wie kann man da in seinem Sinne gläubig sein?

Das Letzte, was Jesus zu seinen Aposteln vor seiner Himmelfahrt gesagt hat, war laut Matthäus: „Geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern. Tauft sie im Namen des Vaters und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe.“

Das tun die Nachfolger der Apostel, die Bischöfe, in ihren Diözesen und der Papst weltweit auch heute noch. Einen Widerspruch zwischen der Lehre Jesu und der katholischen Kirche festzustellen, ist doch glatter Unsinn. Was den Papst betrifft, so hat Papst Benedikt XVI. zu Peter Seewald in einem Interview gesagt, dass nicht alles unfehlbar ist, was ein Papst sagt und ich traue mir hinzuzufügen, auch nicht alles, was er tut. Die überlieferten Dogmen sind zwar nicht der alleinige Mittelpunkt eines christlichen Lebens, aber des christlichen Glaubens.

Das Glaubensbekenntnis, das in jeder Sonntagsmesse gebetet wird, ist eine Ansammlung von Dogmen, wo das Wesentliche gesagt ist und auch in der evangelischen und in der Ostkirche gilt.

Thaddäus Weindl
Raubling

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