Bei Bildung wird gespart

von Redaktion

Zum Artikel „Kleine Klassen – große Förderung“ im Regionalteil:

Die Eltern der zukünftigen Erstklässler der Gemeinde Tuntenhausen müssen den Artikel als reinen Hohn empfinden. Die Situation ist die folgende: Anstatt der üblichen vier ersten Klassen im Gemeindegebiet bildet man heuer drei Klassen mit je 26 Schülern in Ostermünchen und einer Klasse mit 25 Schülern in Schönau. Der Grundschule Schönau wurde von Seiten des Schulamtes jedoch versprochen, dass sie immer zwei Klassen erhalten würde, da es sich bei Schönau um eine Inklusionsschule handelt.

Im nächsten Schuljahr werden sich einige Kinder mit besonderem Förderbedarf in der Schönauer Klasse (mit 25 Kindern) befinden, die Klasse wird trotz der vorhersehbaren sehr schwierigen Situation im Klassenzimmer nicht geteilt. Es dürfte jedem klar sein, dass weder Kinder mit, noch Kinder ohne zusätzlichen Förderbedarf in einer derart großen Klasse so gefördert werden können, wie es ihnen zusteht. Dies empfinden die Eltern alles andere als „sehr gute Rahmenbedingungen“. Der Wahrheit über die Situation der Grundschulen im Landkreis Rosenheim hätte es mehr gedient, wenn – gerade vor einer anstehenden Wahl – nicht nur die heile Bildungswelt gezeigt würde, sondern auch die Beispiele, bei denen zu Lasten unserer Kinder an der Bildung gespart wird.

Angelika Frank

Schönau

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