Zum Artikel „Lidl lässt Kreuze verschwinden“ auf der Titelseite und „Erdogan ist ein Geiselnehmer“ im Politikteil:
Man glaubt es nicht. Weil vielleicht einige Muslime wegen der Kreuze auf der Verpackung das Produkt nicht kaufen? Umsatzeinbuße? Wenn jetzt die Griechen das Produkt nicht mehr kaufen? Da fällt mir nur noch ein sehr bezeichnendes deutsches Sprichwort ein: Gier frisst Hirn.
Lydia Winner
Stephanskirchen
Ein Symbol der Hingabe, der Liebe, des Heiles und des Sieges über den Tod ist das christliche Kreuz. Die Kreuzigung Jesu Christi ist zum Heil für die ganze Menschheit geschehen. Durch die Auferstehung Jesu ist es in besonderem Maße für alle Christen ein Hoffnungszeichen für das ewige Leben. Deshalb sind die Kirchen mit diesem urchristlichen Zeichen versehen, auch in Griechenland. Im Netz ist die Aufregung groß. Gerade in Griechenland praktiziert die große Mehrheit der orthodoxen Christen ihren Glauben. Der katholische Erzbischof von Prag, Kardinal Duka, meinte, er wisse, dass gerade in Griechenland etwas Derartiges eine kulturlose und barbarische Handlung sei. Die orthodoxen Gotteshäuser gehören zu Santorini wie das Meer und der blaue Himmel und zu den Kirchen gehören nun einmal auch Kreuze, so auch auf der Kirche Oia. Es ist Griechenland gegenüber respektlos, mit der Kirche und einem retuschierten Bild zu werben. Die Originalität ist geheuchelt. Das Retuschieren von Bildern ist eine beabsichtigte Fälschung und hat nichts mit Neutralität, die Lidl vorgibt, zu tun. Die abgebildete Kirche gibt es so nicht. Diese bewusste Manipulation bedeutet eine Irreführung des Verbrauchers, Lidl fälscht damit die Wahrheit. Niemand hat Lidl gedrängt, Kirchen auf seinen Verpackungen abzubilden. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann meinte, christliche Symbole auszublenden sei kein Zeichen von Toleranz, sondern von Schwäche. Dieser Meinung schließe ich mich an.
Monika Mayer
Babensham
Schon wieder per Neutral-Trick beseitigte Kreuze! Schon Martin Schulz, 2014 zu öffentlichen Kreuzen mit Christus befragt, behauptete, öffentliche Räume seien neutral und müssten neutral sein. Privat zu zeigen, was man glaube, sei jeder frei. 2017 wurde einer Lehrerin verboten, im öffentlichen Raum ihre Halskette mit Kreuzchen zu tragen. Grund: ein „Berliner Neutralitätsgesetz“ der SPD und Linkspartei/PDS. In früheren Leserbriefen habe ich die schäbigen Kämpfe vieler Grüner von 1985 bis 2010 gegen das öffentliche Christuskreuz dokumentiert. Ein Beispiel von 1995: „Vor den Gesprächen vor Ort sollten erst einmal sämtliche Kreuze abgenommen werden!“ (Petra Münzel, bildungspolitische Sprecherin der Grünen in Bayern). Selbst nach dem Pro-Kreuz-Urteil des EGMR von 2011 forderten Grüne im Saarland „zum Abhängen der Kreuze in den Klassenräumen auf“. 2013 drängten Grüne des Bundestags Bundesministerin Ilse Aigner, das Kreuz im Besucherraum zu beseitigen. Es blieb. 2017 fordern Grüne und Linke, dass beim Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses das Kreuz auf der Kuppel weggelassen wird. Sonst gefährde man die Neutralität. Wie kommen SPD, Grüne und Linke dazu, nicht zu akzeptieren, dass in einer Bildungseinrichtung an das weltgeschichtlich bedeutsame Ereignis von Golgotha erinnert wird? Die überzeugende Christin Angela Merkel hingegen hat öffentliche Christuskreuze nachweislich in Schutz genommen. Es ist allerhöchste Zeit, dass wir unserem besten Pferd im Stall den Wagen anvertrauen, ohne Zusatz-Gäule, die ständig nach links ziehen, „Neutralität“ wiehern, aber Atheismus als Staatsreligion meinen.
Hans Schnitzlbaumer
Bruckmühl
Die türkischstämmige Integrationsbeauftragte Aydan Özoguz (SPD) sagte bei einer Wahlveranstaltung: Eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar. Ferner ist sie der Meinung, dass man den Einwanderern keine Anpassung an unsere Kultur verordnen darf. Auch dürfe man Migranten nicht unterstellen, dass sie Nachhilfeunterricht bräuchten, nur weil sie außerhalb unseres Wertesystems stehen. Da werden viele anderer Meinung sein. Diejenigen, die zu uns kommen wollen, müssen die deutsche Sprache lernen und sich an unsere kulturellen Regeln halten. Dazu gehört auch, dass man sich bei der Begrüßung die Hand gibt. Auch Burka, Niqab und Kopftuch sollten bei uns nicht geduldet werden. Die Gleichberechtigung hat sich in vielen islamischen Familien immer noch nicht durchgesetzt. Religiöse Intoleranz und die Ablehnung und das Desinteresse vieler Zuwanderer an unserer deutschen Kultur und Gesellschaftsordnung führen zum Entstehen von Parallelgesellschaften und zu Radikalisierung. Ausgerechnet die Integrationsbeauftragte, die dafür eintritt, dass die Zuwanderer ihre eigene Kultur in Deutschland weiterhin pflegen sollen, will uns einreden, dass wir keine eigene Kultur besitzen. Und viele widersprechen dem nicht einmal. Im Gegenteil, man gewinnt den Eindruck, dass man unsere christliche Kultur schlicht und einfach verleugnet. Wie käme die Firma Lidl sonst dazu, ein Bild der Insel Santorin auf der Verpackung einer Auberginen-Lasagne so zu verändern, dass sämtliche Kruzifixe der Kirchenkuppeln einfach wegradiert wurden. Das nenne ich vorauseilenden Gehorsam gegenüber fremden Kulturen. Dabei nimmt Lidl eine bewusste Entstellung der Wirklichkeit in Kauf, um damit, wie Lidl sagt, die Abbildung von religiösen Symbolen zu vermeiden, denn man wolle keinen Glauben ausschließen. Geht’s noch?
Richard Eder
Stephanskirchen