Zum Bericht „Güterzug- Kontrollen nach Rosenheim verlegt“ (Regionalteil):
Mir fehlt es am Verständnis, warum sogenannte Grenzkontrollen 20 Kilometer nach der Grenze stattfinden. An der Grenze stehen die Züge. Warum wird dann nicht dort kontrolliert? Oder werden auch dort die Züge der Einfachheit halber einfach durchgewunken, nach dem Motto „was mal da ist, ist halt mal da“?
Bernhard Stoye
Vagen
Ein rhetorischer Grundsatz ist, erst überlegen und dann reden, nicht so bei der AfD. Man sollte sich schon vorher fragen, ob Forderungen sinnvoll sind, bevor man sie stellt. Dass die Güterzüge bis dato in Raubling angehalten wurden, hatte schon Sinn. Zum einen wurden die Züge auf der Fahrt von Kufstein nach Raubling durch die Wärmebildkameras der Hubschrauber gescannt. Wenn sich ein begründeter Verdacht ergab, wurde der Zug auf jeden Fall in Raubling angehalten und manuell abgesucht. In Raubling deshalb, weil es dort Lärmschutzwände gibt, die eine eventuelle Flucht erschweren. Die sind in Rosenheim nicht gegeben. Ein weiterer Unsinn ist, wer die Örtlichkeiten kennt, die erweiterte Forderung, die Kontrollen schon in Kiefersfelden durchzuführen. In Kiefersfelden verschärft sich das Problem der Behinderung des übrigen Zugverkehrs, da die Örtlichkeiten nicht geeigneter sind als in Raubling. Eine Überstellung von aufgegriffenen Flüchtlingen kann nur erfolgen, wenn man jemand aufgegriffen werden konnte. Das ist in Raubling und in Rosenheim mindestens ebenso möglich wie in Kiefersfelden. Man sollte sich halt mal mit den Betroffenen, wie der Bundespolizei und der Bahn unterhalten. Das ist das Problem dieser AfD, sich auf Aussagen von dubiosen Quellen zu verlassen. Bei der Gelegenheit sei der AfD auch gesagt, dass eine vollständige Abriegelung der innerdeutschen und europäischen Außengrenzen aus verschiedenen Gründen gänzlich unmöglich ist! Grenzen sind dazu da, überschritten zu werden. Nicht einmal so restriktive Staaten wie die DDR, die USA und Nordkorea schaffen es, ihre Grenzen vollständig abzuriegeln. Ich verlasse mich da voll auf die Kompetenz der Bundespolizei, die das bis dato bestens geregelt hat! Dafür meinen besten Dank!
Hans Wildfeuer
Rosenheim
Soso, die Entscheidung der Bundespolizei und Politik (Wer? Nennt bitte Ross und Reiter!) bewirkt, dass die Güterzug-Kontrolle von Raubling nach Rosenheim verlegt wird. Der Grund für diese Maßnahme ist, „Leib und Leben“ der Asylanten zu „sichern“. Wie scheinheilig diese Aussage ist, fällt wohl niemandem auf. Jetzt ist die österreichische Grenze von Raubling nach Rosenheim verlegt worden. Bis jetzt hat sich auch noch niemand Sorgen darüber gemacht, dass die Flüchtenden von Sizilien über Brenner und Kufstein ihr „Leib und Leben“-Wohl gerne für das gute Leben in Deutschland aufs Spiel setzen. Wie scheinheilig spielen sich die Gutmenschen auf, wenn die Schwarzen ohne Papiere, aber mit neuesten Smartphones und ihren Forderungen weitergeleitet werden? Italien und Österreich wollen keine Unannehmlichkeiten und die damit verbundenen Tätigkeiten bekommen und winken deshalb – wie eh und je – seit 2015 alle Züge und die betreffenden „Mitreisenden“ ins gelobte deutsche Land durch.
Christine Maier
Oberaudorf