Zu „Waldkraiburger Rathaus und seine Zukunft“ im Lokalteil:
Ich teile die Auffassung von Herrn Hofmann und stimme seinen Argumenten für Erhalt und Sanierung dieses Gebäudes zu. Seit die Diskussion um das Rathaus begonnen hat, frage ich mich, was der Grund sein soll, dieses repräsentative, für mich persönlich auch „schöne Gebäude“ im Zentrum der Stadt, wo es auch hingehört und kaum über 40 Jahre alt ist, abzureißen. Ich empfinde dieses Gebäude nicht als Betonklotz wie es oft bezeichnet wird. Wie schon Herr Hofmann betonte, wurde es im architektonischen Stil der damaligen Zeit gebaut und der ist nach meiner Meinung auch heute noch vertretbar. Nach 40 Jahren ist es ganz normal, dass eine Sanierung fällig ist, im Zuge derer auch Verschönerungen gemacht werden können. Das Gebäude hat einen schönen hellen großflächigen Eingangsbereich, eine breite Treppe zu den Obergeschossen, im ganzen Haus geräumige helle Büroräume, einen schönen Sitzungssaal und vieles mehr. Ich glaube, dass sich so ein Rathaus viele Städte wünschen würden. Das alles kann durch einen Neubau nie ersetzt werden, schon aus finanzieller Sicht nicht vorstellbar, noch dazu, da es nicht mehr in der Stadtmitte ist, wo ein Rathaus hingehört. Ich möchte aber betonen, dass ich auch nichts gegen einen Neubau habe, der allerdings um einiges kleiner und teurer sein wird. Ein Problem, das mich in letzter Zeit mehr beunruhigt, ist die Baueuphorie in dieser Stadt. Wenn jedes grüne Fleckchen besonders von einigen Großinvestoren, die nur auf Profit aus sind, bebaut wird, frage ich mich, ob das Leben in dieser Stadt in Zukunft noch so lebenswert bleibt. Aber auch hier verlasse ich mich auf unsere gewählten Stadtvertreter, von denen ich hoffe, dass in dieser Hinsicht nicht nur nach Paragrafen, sondern auch mit einem gesunden Menschenverstand entschieden wird.
Johann Köstner
Waldkraiburg