Zum Artikel „Bestürzung groß, Kesseltreiben befürchtet“ im Regionalteil:
Ich wohne in einer angrenzenden Gemeinde und habe selbst drei Töchter und einen Sohn. Und hier einmal ein paar kurze Fragen zum befürchteten „Kesseltreiben“ gegen die anderen Flüchtlinge: Herr Fessler, würde es Sie denn wundern? An allen Ecken werden strafbare Zuwiderhandlungen heruntergespielt, verschwiegen oder von ganz extremen Flüchtlings-Befürwortern schöngeredet. Und, nebenbei bemerkt, von Einzelfällen kann und darf auch schon längst nicht mehr geredet werden, nicht einmal mehr hier bei uns im Landkreis. Dann noch von „großer Bestürzung in der Gemeinde“ zu sprechen und den Einwand zu bringen, der betreffende Asylbewerber habe sich in letzter Zeit wohl nur noch in München aufgehalten, schlägt dem Ganzen den Boden aus dem berühmten Fass. Ganz ehrlich, Herr Fessler: Woher wussten oder wissen Sie das oder eben nicht? Wird das nicht mal ansatzweise kontrolliert, wer die Unterkünfte überhaupt nutzt oder lediglich als Alibi missbraucht? Wo sind die Betreuungskräfte, wenn die Flüchtlinge meistens oder fast immer traumatisiert sind? Hätte so etwas dann nicht verhindert werden können? Und von welchem Geld, was letztendlich auch noch zum Tragen kommt, kann sich jemand in dieser Situation das überhaupt leisten, sich mehr oder weniger „nur noch in München“ aufzuhalten? Mit kostenlosen Bahnfahrkarten alleine geht das nicht!
Herbert Theiler
Tuntenhausen