Zur Berichterstattung über den Dieselskandal im überregionalen Teil:
Was sind 40 Mikrogramm Stickoxid pro Kubikmeter Luft? Es sind 0,000040 Gramm – also praktisch nichts! Ein Mikro ist ein Millionstel. In München misst man angeblich bis 75 Mikrogramm an Maximalwerten bei Verkehrsknotenpunkten, 0,000075 Gramm – also immer noch nichts! Es gibt keine nachweisbaren Gesundheitsschäden durch Stickoxide! Trotzdem will man Dieselautos verbieten. Wegen dieses Basiswerts von 40 Mikrogramm, der vor zwölf Jahren aus unerfindlichen Gründen von der WHO als Grenzwert gesetzt wurde, werden heute deutsche Städte von einer Umweltorganisation verklagt, werden Dieselfahrer diffamiert, entwerten Gerichte, Medien und Politiker Millionen von Dieselfahrzeugen. Es wurden hier bereits Milliardenschäden auf dem Rücken der Fahrzeugbesitzer angerichtet, genauso bei den Autohäusern. Dies nur, weil man nicht bereit ist, die wirklichen Zahlen und Fakten anzuschauen. Die Luft in den deutschen Städten ist sauber wie noch nie. Wenn zum Beispiel nur Euro-6-Diesel fahren würden, bräuchte man keine Adhoc-Aktionen für Elektroautos. Man könnte diese normal weiterentwickeln und Zug um Zug bei Serienreife einführen. Stand heute sind sie ja viel zu teuer. Die deutsche Autoindustrie hat auf die Vorwürfe mit dem Prämiensystem für alte Diesel gut reagiert – auf diesem Weg werden diese Autos mit Euro-1- bis Euro-4-Norm sowieso in den nächsten drei bis vier Jahren verschwinden. Die Hersteller können sich leider schlecht wehren, weil sie, um diese absurden Werte zu erreichen, die nicht erreichbar waren, geschwindelt haben, um die deutschen Autos marktfähig zu machen. Mir fehlen hier die Politiker, die für Aufklärung sorgen. Horst Seehofer und die FDP haben es begriffen und plädieren für den Diesel. Deutschland steht und fällt wirtschaftlich mit seiner Autoindustrie.
Max Hudlberger
Rechtmehring
Die Politiker überbieten sich mit immer neuen, oft abstrusen Forderungen. „DIE“ Alternative zum Verbrennungsmotor gibt es aktuell nicht und das wissen alle Beteiligten. Das Ziel eines sauberen Autoverkehrs ist unstrittig und richtig, aber auch zu kurz gedacht. Zum einen, weil niemand auch über den Schiffs-/Flugverkehr diskutiert und zum anderen, weil fast niemand die Herstellung der E-Mobilität, sprich Batterien, kritisch kommentiert. Außerdem steht es der Politik nicht zu, dem Verbraucher vorzuschreiben, welches Auto er kaufen soll. Vielmehr sollte die Politik die Verkehrspolitik durch ökonomische Anreize gestalten und technologieoffen agieren. Und dann – das hat zwar nichts mit den Dieselbetrügereien zu tun, sehr wohl aber mit unserer Umwelt und Zukunft – würde ich mir wünschen, dass die Politik mit dem Thema Tierschutz und sauberen Lebensmitteln ähnlich medienwirksam diskutiert. Das wird aber nur dann – kurzfristig – getan, wenn wieder ein Lebensmittelskandal aufgedeckt wurde und meist damit abgetan, dass es sich ja nur um einen Einzelfall handelt. Oder hört/liest man noch über den erst kürzlich aufgedeckten Eierskandal? Oder dass Maßnahmen ergriffen wurden, dies in Zukunft wirksam zu verhindern, zum Beispiel durch solch drastische Strafen, dass sich ein Betrug nicht mehr rentiert. Durch die meist läppischen Geldstrafen, die die handelnden Personen aus der Portokasse bezahlen, kann man nicht erkennen, dass die Politik dieses Thema so ernst nimmt, wie wir Verbraucher es verdient hätten. Stattdessen wird der Verbraucher in die Pflicht genommen, indem er ja nicht die billigen Lebensmittel kaufen muss/soll. Es reicht halt nicht, über Missstände nur zu reden.
Roland Wagner
Rosenheim