Zum Artikel „Wann Rentner Steuern zahlen müssen“ (Wirtschaftsteil):
Endlich mal aufgedeckt, mit welchen Lügen alle normal Berufstätigen heute bezüglich ihrer Altersversorgung hinters Licht geführt werden. Die aus offiziellen Tabellen oder ihrem persönlichen Rentenbericht ablesbare Rente ist natürlich nicht die Nettorente, die man tatsächlich später bezieht. Im Kleingedruckten ist zu lesen, dass noch Krankenkassen- und Pflegeversicherungsbeiträge zu entrichten sind. Und dann auch noch gegebenenfalls die Lohnsteuer. Erst dann weiß man, was wirklich unterm Strich übrig bleibt. Es ist aus meiner Sicht eine Schande, mit welchen Tricks viele Berufstätige hier aufs Kreuz gelegt werden. Es wird seit Langem durch die Politik dafür Werbung gemacht, dass eine tragfähige Altersversorgung, die es verhindern soll, dass man später am Hungertuch nagen darf, nur dann gewährleistet ist, wenn man durch zusätzliche Einlagen, welcher Art auch immer, für seinen Lebensabend sorgt. Und wenn man dies dann tut, wird einem ein nicht unerheblicher Teil von dem, was man mühsam auf die Seite gebracht hat, wieder genommen. Welche Absurdität ist denn das? Die Tabelle enthüllt: Bis zu den genannten Rentengrenzen ist ein sorgenfreies Leben im Alter nur äußerst schwer möglich. Auch für Rentner, die über dieser Grenze liegen, ist es nicht einfach, zumal sie ja davon wieder etwas zurückzahlen müssen. Welche Augenwischerei ist das denn? Man erhält eine vermeintlich angemessene Rente und im gleichen Atemzug kann man dann einen Teil sofort wieder ans Finanzamt zurückgeben. Fazit: Es ist kein Wunder, wenn heute verstärkt von Altersarmut gesprochen werden muss, solange solche hinterlistigen Besteuerungsmethoden genutzt werden, um insbesondere den Leuten, die vorausschauend versucht haben durch jahrelanges Sparen für ihr späteres Auskommen zu sorgen, so in die Taschen gegriffen wird. Ist es unter diesen Umständen nicht arrogant, als Politiker dem Volk permanent vorzugaukeln, es möge für sein Alter zusätzlich sorgen?
Dieter Thomamüller
Bruckmühl