Zum Artikel „EU plant Quote für Elektroautos“ auf der Titelseite:
Höhepunkt der symbolischen Umweltpolitik: die Abkehr vom Verbrennungsmotor. Ein, wenn auch armseliger Erfolg wäre allerdings der Elektroantrieb. Für den Autofahrer soll das umweltfreundlich klingen, unterschlagen wird dabei der nächste Schaden an Natur und Mensch. Geschönt haben die Autobauer schon immer. Der tatsächliche Kraftstoffverbrauch sowie der Schadstoffausstoß waren immer höher als angegeben. Elektroantriebe zu fördern ist allzu kurzsichtig, weil hier die Probleme nur verschoben werden, denn für die Batterieherstellung und für ihre spätere Entsorgung wird der Umweltschaden nur verlagert. Unterm Strich wird ein Vielfaches mehr an Energie verbraucht und somit auch mehr CO2 freigesetzt. Die schwierigste Frage ist, wie sich die Laufzeit ändert, wenn im Sommer die Klimaanlage eingeschaltet oder wenn bei Kälte die Heizung genutzt wird. Ob Klimaanlage und Heizung bei beschlagenen Scheiben und starkem Frost die Sicht und damit die Fahrsicherheit gewährleisten können, bleibt offen. Hier wird vermutlich mit der maximalen Kilometer-Leistung genauso geschummelt wie bei anderen Angaben. Klimaanlage und Heizung dürften doch wohl vorhanden sein, oder? Die Reichweite wird begrenzt und die Ladezeit der Batterien zu lange sein. Zukunftstechnik ist in der Verbrennung von Wasserstoff zu sehen. Die Entwicklung von Brennstoffzellen sollte die Regierung fördern. Nur so kriegen wir umweltfreundliche Antriebe. Auch das vorhandene Tankstellennetz könnte mit geringem Aufwand für Wasserstoff-Lagerung umgerüstet werden. Fazit: auch Klimaschutz, die Bewahrung der Schöpfung, ist mit Marktwirtschaft und der richtigen Technik möglich. Japans Autohersteller bringen die ersten, mit Wasserstoff betriebenen Modelle, bereits auf den Markt.
Wenzel Schuster
Töging