Zum Bericht „High Noon fürs Moorbad“, erschienen im Lokalteil:
Beim Bürgerentscheid Moorbad geht es nicht nur darum, ob dieses liebenswerte Kleinod wieder zum Leben erweckt werden soll. Nein – es soll wieder zu dem werden, das es einmal war: ein sozialer Treffpunkt für Jung und Alt und eine Bade- und Schwimmmöglichkeit für Familien, Kinder, Jugendliche und Senioren sowie bestens geeignet für wintersportliche Alternativen. Zusätzlich ein Angebot für unsere erholungssuchenden Gäste und auch für schulische Gestaltungsmöglichkeiten im Schwimmunterricht.
Eingebettet und umgeben von Wohnbebauung, dennoch liebenswert und ruhig gelegen, könnte unser Moorbad durch naturverträgliche Umgestaltung in ein Naturbad weiterhin oder wieder ein liebenswertes, zentral gelegenes und zudem fußläufig einfach erreichbare Ergänzung unseres touristischen Angebots nach dem Motto „Wasser ist Leben“ werden.
Lange genug lag das Moorbad im Dornröschenschlaf und war für die Gemeindeoberen oft ein ungeliebtes Kind. Wichtige Mittel für nötige Sanierungsmaßnahmen wurden jährlich auf das „Nötigste“ begrenzt. Die rechtlichen Sicherheitsauflagen und die katastrophalen Öffnungszeiten an den schönsten Sommermonaten gaben ihm den Rest.
Für den Bau eines Naturbades könnten mit Sicherheit Zuschüsse aus dem Programm „Leader Plus“ beantragt sowie Mittel aus der gemeindlichen Stiftung verwendet werden. Also: Jetzt auch mal etwas für die Dorfgemeinschaft und Allgemeinheit verwenden, die in der Vergangenheit regelmäßig zurückstehen mussten.
Die unfaire Form des Ratsbegehrens bedeutet eine Negativ-Beeinflussung der Bürger, also Schuldgefühle wecken nach dem Motto: Wenn ein Naturbad, dann keine Straßen- oder Schulgebäudesanierung. Derlei Aufgaben aber sind Pflichtaufgaben der Gemeinde und über den Haushalt abzurechnen. Für mich heißt das: Ein klares Nein beim Ratsbegehren!
Andreas Krug
Bad Endorf