Überbordende Bürokratie

von Redaktion

Zur Berichterstattung über die EU (Politikteil):

Wer heutzutage ein Wirtshaus betreibt, eine Metzgerei oder eine Landwirtschaft, muss jederzeit damit rechnen, von „brandneuen“ Brüsseler Vorschriften in den Ruin getrieben zu werden. Da benötigt etwa eine alte Dorfwirtschaft eine zusätzliche Außentreppe, weil die ursprüngliche Treppe den neuen Brandschutzvorschriften nicht mehr entspricht. Ein Metzger sieht sich einige Jahre nach einem Neubau seiner kleinen Metzgerei damit konfrontiert, dass er plötzlich einen zusätzlichen Raum zum Zerlegen des Fleisches braucht und ein Landwirt weiß nie, wann ihm eine noch größere Güllegrube zur Auflage gemacht wird. Es gibt anscheinend keinen Bestandsschutz mehr und EU-Bürokraten scheinen vor „Auflagenwut“ zu strotzen. Die oft immensen Kosten, die durch solche Auflagen entstehen, sind schließlich nicht das Problem derer, die diese Verordnungen erfinden. Diese meist praxisfernen Vorschriften werfen die Frage auf: Will die EU das Kleinunternehmertum bewusst in die Verschuldung treiben oder hat man lediglich jeden Bezug zur Realität verloren?

Thomas Kirchgraber

Rosenheim

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