Zuerst die Insekten…

von Redaktion

Zum Bericht „Nach den Insekten sterben die Vögel“ (Weltspiegel-Seite):

Es wundert mich nicht, dass der Deutsche Bauernverband nun Langzeitstudien fordert, um das Problem für die nächsten Jahrzehnte auf Eis zu legen. Wenn die Wiesen fünf bis sechs mal jährlich gemäht werden, braucht man sich nicht zu wundern, dass keine Blumen mehr blühen.

Wenn die Feld- und Wiesenwege wegen der Flächenzusammenlegung verschwinden, braucht man sich nicht zu wundern, dass Niederwild verschwindet. Wenn riesige Monokulturen entstehen, braucht man sich nicht zu wundern, dass viele Insekten diese Barriere nicht mehr überwinden können, um Futterplätze zu finden. Wenn jährlich etwa 6000 Tonnen Glyphosat in Deutschland versprüht werden, braucht man sich nicht zu wundern, dass Rückstände dieses Giftes in Tieren und Lebensmitteln nachzuweisen sind.

Was dabei gerne vergessen wird: Am Ende der Nahrungskette steht der Mensch und der muss es letztlich ausbaden, auch wenn es erst die nachfolgenden Generationen zu spüren bekommen.

Bernd Reuter

Pfaffing

Artikel 1 von 11