Zum Bericht „Zieht der Hort ins Haus des Buches?“ (Lokalteil):
War es schon schwer verständlich, dass Waldkraiburg den Wettbewerb „Jugend musiziert“ abgab, und damit auch die große überregionale Beachtung und zudem sehr interessante Preisträgerkonzerte mit jungen Musikern, so folgt nun der nächste Schock und gleich gebündelt: Das schöne Haus des Buches soll „verkleinert“ umziehen in nicht dafür geplante Räume? Seit 40 Jahren (!) Heimat von Büchern und vielen Veranstaltungen rund um die Literatur (wie Leseclub-Veranstaltungen). Das Glasmuseum erinnert würdig an die Gründerjahre Waldkraiburgs – soll anderweitig „untergebracht“ werden? Die Ausstellungsflächen der Städtischen Galerie sollen „verloren gehen“? Für uns in der Provinz ist es eine tolle Sache, hier vor Ort regelmäßig aktuellste Kunstausstellungen sehen zu können, die man sonst nur in München, Berlin oder Köln sieht. Diese Galerie und ihre Ausstellungen sind weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt. Ich selbst habe mehrfach bei meiner Wohnortbeschreibung „in der Nähe von Waldkraiburg“ gehört: Ah ja, das kenne ich, die Stadt hat doch eine Galerie und tolle Ausstellungen. Auch die Veranstaltungsreihen „stehen auf dem Prüfstand“: Weiß denn der Kulturausschuss nicht, wie viele Menschen aus dem ganzen Umland regelmäßig nach Waldkraiburg kommen, allein wegen der vielfältigen Konzerte, Theaterabende, Opern, Marionettentheater?
Christine Löw
Zangberg