Müll-Bürokratie

von Redaktion

Zum Bericht „Heftige Kritik an der Firma Wurzer und am Landratsamt“ (Regionalteil) und zu Leserbriefen:

In der zweiten Dezemberwoche fand ich doch tatsächlich zwei „Gutscheine“ für die Zuteilung des Gelben Sackes im Briefkasten. Zuerst dachte ich an einen verfrühten Aprilscherz: pro Person ein Gelber Sack im Monat. Phänomenal, was sich überbezahlte Politiker, Müllberater und vor allem Entsorgungsfirmen einfallen lassen. Ein Gelber Sack im Monat pro Bewohner: Was da nicht reinpasst, darf dann wieder in der Landschaft entsorgt werden wie vor 40 Jahren, oder wie? Gelbe Säcke sind kostenlos und der Landkreis Mühldorf verbraucht 1,5 Millionen Säcke mehr als der Landkreis Erding. Manche nehmen die Säcke her, um Altkleider zu verpacken oder Tomaten abzuhängen? So die Begründung im Rathaus. Dann soll man halt hergehen und pro Rolle 0,50 Euro nehmen und am Ende des Jahres den Erlös einer sozialen Einrichtung spenden. Die Herstellungskosten pro Sack können da noch abgezogen werden. Bliebe immer noch ein nennenswerter Betrag übrig. Aber da die goldenen Nasen der Entsorgungsfirmen noch nicht lange genug sind, müssen wir Bürger uns immer neue Boshaftigkeiten gefallen lassen. Was lernen wir daraus? „Dümmer geht’s immer“.

Michael Rosenberger

Gars

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