Großzügig planen

von Redaktion

Zum Bericht „Anwohner kritisieren Baugebiet“ (Lokalteil):

Ich möchte anregen, beim Bebauungsplan „An der Eichkapelle“ anstatt des vorgesehenen Spielplatzes in der oberen Mitte des Gebiets, einen Spiel- und Bolzplatz und eine größere Grünfläche als Gemeinschaftstreffpunkt direkt im Norden an die Schallschutzmauer der Bahntrasse zu verlegen und den Platz zum Wohngebiet hin zu begrünen und mit einem durchgehenden Spazier- und Radweg auszustatten. Die südlich angrenzenden Baugrundstücke hätten dann die Schallquellen durch den Spiel- und Bolzplatz im Norden, wo sie außerdem durch eine Begrünung weniger störend wären, und die hauptsächlich nach Süden, Osten und Westen ausgerichteten Wohnräume wären ohne Lärmbelästigung. Entlang der gesamten Bahntrasse könnte auf diese Weise auch für eine spätere Erweiterung des Baugebiets ein Grüngürtel entstehen mit einem kleinen Park. Das würde zwar etwas mehr Fläche beanspruchen, wäre jedoch ein städteplanerischer Gewinn. Ein breiterer Grünstreifen wäre auch ein großer Gewinn für das Wohngebäude der Stiftung Ecksberg. Leider wird auch die Eichkapelle auf eine kleine Restfläche zurückgedrängt und liegt direkt an einer der Zufahrten zum Wohngebiet. Auch hier sollte man einen etwas größeren Bereich mit Bepflanzung und Bänken einplanen und die Straßenführung so verändern, dass die Hauptstraße in einem kleinen Park mit der Eichkapelle mündet und nur als Geh- und Radweg zur Eichkapellenstraße führt. Dies sind Möglichkeiten, die Bebauung aufzulockern, auch wenn dadurch weniger Wohnraum geschaffen wird. Es sollte uns allen ein Anliegen sein, Mühldorf lebens- und liebenswert zu erhalten. So sollte die Stadt auch jungen Familien, etwa mit dem „Einheimischenmodell“ die Möglichkeit geben, günstig Bauland in größeren Parzellen zu erwerben und so eine Wohn- und Gartenlandschaft entstehen zu lassen. Bauleitplanung heißt auch, mit Weitsicht zu planen.

Monika Haneder

Mühldorf

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