Regionale und überregionale Bedeutung

von Redaktion

Zum Bericht „Eltern der erstochenen 15-Jährigen zeigten Täter schon vorher an“ (Weltspiegel-Seite):

Die Ermordung einer 15-jährigen jungen Frau durch einen afghanischen Flüchtling in Kandel war vielen Medien in Deutschland nur eine Randnotiz wert. Die meisten öffentlich-rechtlichen Anstalten schweigen hierzu und meldeten über diese Tat wenig oder gar nichts. Die ARD fühlte sich genötigt, eine Erklärung abgeben zu müssen, dass über „Beziehungstaten“ nicht berichtet wird, dementsprechend auch hier nicht. Es zeigen sich Parallelen zur Mordtat in Freiburg, wo eine 19-jährige junge Frau auch durch einen afghanischen Flüchtling ermordet wurde. Die Öffentlich-Rechtlichen fühlten sich auch damals genötigt zu erklären, warum sie nicht zeitnah berichteten: Es werde über „Regionalthemen“ in der „Tagesschau“ und „heute“ nicht berichtet, weil diese nur von regionaler, aber nicht nationaler Bedeutung seien. Die ausländischen Medien sehen dies anders, sie berichten von New York bis Tokio über den Fall. Dagegen wurde die mediale und politische Berichterstattung zum Messerattentat auf den Bürgermeister von Altena, wo ein betrunkener Mann den Bürgermeister tätlich angriff, der ihm zuvor das Wasser abstellen ließ, nicht regional gehalten, nein, es wurde ein nationales Ereignis aus dem Fall gemacht. Die deutschen Medien, auch die Öffentlich-Rechtlichen, berichteten auf allen Kanälen über dieses Ereignis, Politiker meldeten sich zu Wort wie die Kanzlerin: „Ich bin entsetzt“, und Justizminister Maas: „In unserem Land darf kein Platz sein für Hass und Gewalt!“ Die ausländischen Medien schwiegen hierzu, für sie hatte dieses Ereignis nur eine regionale Bedeutung und war nicht mal eine Randnotiz wert.

Hubert Kirmaier

Edling

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