Zum Bericht „Mit sexy Kurven auf der Straße“ (Regionalteil):
Dieser Artikel wird bei manchem Ihrer Leser Erinnerungen geweckt haben. So auch bei mir. Dabei denke ich nicht nur an meinen eigenen Käfer, von dem ich mich – zu meinem großen Kummer – nach dem berüchtigten Hagelwetter 1974 verabschieden musste, sondern an einen mir unbekannten, der, zum Artisten mutierend, nach einem Unfall in einer lauen Maiennacht in unserem Garten landete. Das Kunststück, das dieser Käfer vollbrachte, fand ich so beeindruckend, dass ich nicht umhin konnte, es meiner Heimatzeitung mitzuteilen – in Gedichtform. Die Geschichte wurde in der Ausgabe 17./18. Januar 1998 veröffentlicht. Dass nun, nach 20 Jahren, fast auf den Tag genau, wieder ein Artikel über das Kultauto VW-Käfer erscheint, ist wirklich ein hübscher Zufall.
Damals, 1998, freute mich nicht nur die Veröffentlichung meiner Geschichte, sondern auch die lobenden Worte des Verfassers, der mich eine „begabte Verserlschmiedin“ nannte. Meine Verse und Geschichten schienen Ihrem Blatt auch späterhin zu gefallen, denn viele von ihnen fanden in den Jahren 1997 bis 2000 Platz in der Rubrik „Bayerische Heimat“. Auch über weitere literarische Erfolge konnte ich mich freuen: Publikationen in Anthologien und Literaturzeitschriften, im jährlich erscheinenden Wendelsteinkalender sowie in einer Broschüre des Bundesumweltministeriums. Besonders schön war für mich neben dem ersten Preis in einem Rundfunk-Wettbewerb vor allem die Auszeichnung mit dem Bad Wildbader Kinder- und Jugendbuchpreis. Im Jahr zuvor ging die Ehrung posthum an Michael Ende. Vielleicht – wer vermag es zu sagen? – war mein Käfer-Gedicht der Einstieg in eine schriftstellerische Mini-Karriere.
Karin Schlosser
Raubling