Mehr Natur im Garten wagen

von Redaktion

Zum Artikel „Wir brauchen mehr blühende Inseln“ im Bayernteil und zur Berichterstattung über das Insektensterben:

Es ist schon beängstigend, wie das Artensterben bei den Insekten auch hier angekommen ist. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht in den Medien auf diese dramatische Entwicklung hingewiesen wird. Die Landwirtschaft trägt dafür wohl die größte Verantwortung, aber auch private Grundstücksbesitzer sollten sich an der Nase packen. Da wird im Herbst der Garten herausgeputzt, dass kein einziger Halm, kein Laub und kein Ästchen mehr für die Überwinterung der Insekten (und auch der Igel) übrig bleibt. Im Frühjahr wird dann gedüngt, was das Zeug hält und gemäht auf Teufel komm raus. Das Schlimmste hierbei sind sicherlich die Rasenroboter im Dauereinsatz, die verhindern, dass noch ein einziges Blümchen im Rasen durchkommt, worauf sich vielleicht noch eine Biene niederlassen könnte – ein echter Anachronismus! Hier muss sich in allen Bereichen möglichst bald ein Sinneswandel durchsetzen, sonst werden unsere Bauern zukünftig auch – wie bereits in China – ihre Pflanzen mit der Hand bestäuben. Wir selbst lassen einen Teil unseres Grundstücks bis tief in den Juni hinein als Blüten- und Kräuterwiese stehen und freuen uns jeden Tag mit den Bienen und Insekten über die botanische Vielfalt der Blumen und Gräser, die da wachsen.

Willi Engelmann

Waldkraiburg

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