„Reichsbürger“– überschätzte Schreckgestalt?

von Redaktion

Zum Bericht „Zahl der ‚Reichsbürger‘ wächst rasant“ (Bayernteil):

Auf allen Kanälen konnte man die Tage von der großen Gefahr der sogenannten „Reichsbürger“ hören und lesen. Jetzt sollen sie zu allem Überfluss auch noch eine eigene Armee aufbauen, will jedenfalls der Verfassungsschutz herausgefunden haben. Dabei weiß immer noch niemand, wer diese „Reichsbürger“ eigentlich sein sollen. Man behilft sich daher konsequent mit den Hochkommas drumherum. Ganz offensichtlich soll hier eine neue, große Gefahr an die Wand projiziert werden, vor der jeder anständige Deutsche schreckverzerrt zurückweichen und jeden „Erfolg“ der Politik gegen diesen Popanz ehrfürchtig goutieren soll. Die tatsächlichen und realen Gefahren in Deutschland sind aber ganz andere. Die Zahlen von Messerattacken und Vergewaltigungen sind stark steigend. Und immer öfter werden Männer, am Boden liegend, mit Fußtritten buchstäblich „zertreten“, wie der längst vergessene Niklas aus Bad Godesberg, der nicht einmal 18 Jahre alt werden durfte, und vor Kurzem der junge Polizist aus Regensburg. Dazu kommen unzählige Wohnungseinbrüche, teilweise am helllichten Tage, Tendenz steigend. Da passt es gut, dass man mit den „Reichsbürgern“ einen leicht zu besiegenden Gegner aus dem Hut zaubern konnte. Wir werden vermutlich die nächste Zeit noch mehr Schreckliches von diesem Popanz hören. Einen Popanz aber kann man getrost ignorieren; vor Messerstechern, Einbrechern und Vergewaltigern muss jedermann aber immer und überall auf der Hut sein! Nur gut, dass immer weniger Menschen das glauben, was ihnen Politik und Medien einzureden versuchen, sondern lieber selber denken.

Dr. Andreas Strasser

Bruckmühl

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