Zur Berichterstattung über die Freilassung von Deniz Yücel (Politikteil):
Riesenjubel über die Freilassung von Deniz Yücels in allen Medien. Zwar ist bekannt, dass Herr Yücel sich über Deutschland teilweise geradezu hasserfüllt geäußert hat. Aber alles aus dem Kontext genommen und nur Satire! Spätestens seit dem Fall Böhmermann weiß man ja, dass – im Sinne der hehren Meinungs- und Pressefreiheit – jedermann jederzeit völlig ungestraft jede unflätigste und entwürdigendste Bemerkung verbreiten darf, wenn er diese nur als Satire deklariert. Was ist nur aus diesem Land geworden? Wir haben eine Justiz, die zum Teil ganz offen Täterschutz betreibt, demokratisch gewählte Abgeordnete brauchen Polizeischutz und werden von türkischen Teilnehmern der Sicherheitskonferenz als Terroristen diffamiert. Wo war eigentlich da der große Aufschrei der Medien? Lediglich die FAZ fand deutliche Worte: „Für solche Gäste ist in Deutschland kein Platz.“ Und „Schweigen ist keine Haltung – das muss auch die Bundesregierung wissen.“
Gisela Terla-Kolbeck
Wasserburg
Hat man die Beiträge in Taz und der „Welt“ schon vergessen, wo er unser Land (sein Gastland) auf unflätige Art und Weise angreift? Yücel kann doch froh sein, dass unser Land nicht zum Rübenacker (wie er es vorgeschlagen hat) umfunktioniert wurde, denn Rüben hätten ihm nicht zur Freilassung aus dem Gefängnis verholfen. Vielleicht kann er jetzt für sich ein neues Bild von Deutschland malen: Hier darf man ungestraft beleidigend über uns herziehen, in der Türkei wird man schon für Nichts inhaftiert, wenn es der politischen Führung in den Kram passt. Andere zu Unrecht in türkischen Gefängnissen hätten mehr Aufmerksamkeit unserer politischen Führung verdient als einer, der uns offensichtlich nicht mag und ungestraft verhöhnen kann.
Wieland Mäutner
Rosenheim