Pflegethema brennt unter den Nägeln

von Redaktion

Zu „Demonstration des Pflegepersonals in Haag“, im Regionalteil:

Ich bin entsetzt über den kurzen Bericht von der Demonstration des Pflegepersonals in Haag. Es gibt bei diesem Thema viele Punkte, um die es geht und Zustände, unter denen wir täglich arbeiten und leiden, die immer weniger für uns und auch für die Patienten zu ertragen sind. Es sind erschütternde Zustände, die sich wahrscheinlich schon durch Politik entwickelt und verschlechtert haben. Wir wollen in erster Linie eine Verbesserung in unseren regionalen Kliniken und natürlich für die Landes- und Bundespolitik ein Zeichen setzen. Auch wird bei Ihnen jeder X und Y interviewt, aber ein Interview mit uns Pflegenden interessiert anscheinend keinen. Einige von uns haben es endlich geschafft, obwohl wir lauter sehr sozial eingestellte Menschen sind, auf die Straße zu gehen und aufzubegehren! Es ist „5 für 12“ und brennen tut es schon sehr viel länger! Wichtig ist in Ihrem kurzen Artikel „Die Demonstration verlief ohne Zwischenfälle, alles ist in geordnetem Rahmen verlaufen.“ Ja, hätten Sie gedacht, dass wir Ausschreitungen und Zwischenfälle haben, wie rabiate Gruppen, um danach unsere Verletzten selber zu pflegen? Vielleicht gehören Sie auch zu denen, die das Thema möglichst ruhig halten wollen, um das Nest „Krankenhaus Mühldorf/Haag“ nicht zu beschmutzen. Wenn nicht, hätte ich mindestens erwartet, dass Sie bei der anschließenden Diskussionsrunde dabei sind und nicht mit Abwesenheit glänzen wie die Geschäftsführung und eingeladene Politiker. Anschließend hätte ich einen ausführlichen Bericht erwartet. Ist es Ihnen egal, wenn auch in Mühldorf/Haag irgendwann vielleicht Bereiche geschlossen werden, weil es kein ausreichendes Pflegepersonal mehr gibt, das diese Arbeit erträgt? Beispiele gibt es ja schon genügend, wie in der Haunerschen Kinderklinik München, die Monate die Notaufnahme geschlossen hat, wegen Personalmangels.

Petra Seidl-Britzl

Jettenbach

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