Zu „Cannabis nicht verharmlosen“ (Leserbrief):
Natürlich kann ich Dr. Hufnagel nicht widersprechen, die in seinem Leserbrief genannten Konsequenzen sind in Einzelfällen möglich. Aber bei jährlich 75000 Alkoholtoten und keinem Cannabis-Toten frage ich mich, wo da die Verhältnismäßigkeit ist? Bevor wir endlose Diskussionen führen, ob Cannabis legalisiert wird, sollten wir uns um das weitaus größere Alkoholproblem kümmern. Es wird immer Cannabis konsumiert werden, Alkohol konnte auch nicht verboten werden siehe Prohibition in den USA. Diejenigen, die die Legalisierung befürworten, wollen unter anderem, dass Cannabis nicht beim gleichen Dealer gekauft werden muss, der auch mit anderen Drogen handelt. Durch diesen Umstand ist ein Abrutschen zu härteren Drogen weitaus häufiger und auch keiner weiß wie dieses Cannabis eventuell verändert wurde. Eine kontrollierte Legalisierung wäre zu befürworten.
Claudia Eberhardt
Oberaudorf