Zur Debatte um Diesel-Fahrverboten (Berichte und Kommentar im Politikteil):
Durch das Einholen von Informationen komme ich als Laie zu dem Schluss, dass der werksseitige Einbau der AdBlue-Abgasreinigungstechnik in alle Fahrzeuge offensichtlich die Lösung der Problematik gewesen wäre bzw. immer noch ist! Ich lasse mich an dieser Stelle jedoch gerne von Praktikern eines Besseren belehren! Womöglich gibt es auch Nachteile, welche auf den ersten Blick nicht zu erkennen sind? An den Material- und Einbaukosten ab Werk kann es bei flächendeckender Einführung sicher nicht liegen! Zudem hätten sich Hersteller mit dieser Abgasreinigung sozusagen als „Erstausrüster“ auch einen Wettbewerbsvorteil verschafft!
Franz Zeiler
Obertaufkirchen
Es ist schon sehr seltsam! Unbestritten haben die deutschen Automobilhersteller fehlerhafte Angaben über Abgaswerte angegeben. Das wird nicht besser, wenn man sich die US-amerikanischen oder Hersteller aus anderen Ländern ansieht, die zum Teil wesentlich schlechtere Werte als deutsche Kfz aufweisen. Nur die haben angeblich nicht „gelogen“. Unbestritten ist doch, dass deutsche Fahrzeuge (auch Diesel) mit einigen anderen japanischen und französischen Herstellern zu den besten auf diesem Erdball zählen. Im Übrigen weit vor den US-amerikanischen liegend. Warum zahlt also VW alleine in den USA 25 Milliarden Dollar Entschädigung und Strafe? Um sich den zukünftigen Absatzmarkt USA nicht zu verderben? Ein Großteil dieser Milliarden geht im Übrigen an entsprechende Anwaltskanzleien. Zusammen mit dem, was uns die Amerikaner (und Briten) an Folgelasten durch die vollkommen unnötigen Irak-Kriege und den Afghanistan-Krieg hinterlassen haben, inklusive IS, könnte man auf den Gedanken einer verspäteten Wiedergutmachung kommen. Ist eigentlich dem einen oder anderen schon mal aufgefallen, dass nur wir Deutschen uns innerhalb Europas so selbst zerfleischen und uns von außen angreifbar machen? Wenn jemand schon mal in Paris, London oder gar in Rom oder Madrid und vielen anderen Städten Europas war, speziell in den Sommermonaten, der fühlt sich in heimischen Städten wie in einem Bio-Frischluft-Paradies. Noch eines: 15 der größten Frachtschiffe (allesamt fahren mit noch schädlicherem Schweröl) verursachen genau so viel Schadstoffe wie die 790 Millionen Kraftfahrzeuge. Von den Millionen Jetflügen – die meisten sind Urlaubsflüge – und von unseren Ölheizungsabgasen sprich auch keiner. Man muss anfangen sinnvoll vorzugehen! Auch mit der Wiederbelebung der guten alten Kreisverkehre hat das geklappt! Wir schaffen das!
Dr. Erwin Groß
Bad Endorf
Statt in Dieselfahrzeugen derzeit den größten Sündenbock für Luftbelastungen zu sehen, sollte man endlich in der Verkehrspolitik nachhaltige Weichenstellungen vornehmen. Nicht wenige sind geradezu von einem Dieselfieber ergriffen. Wie passt das zu einer Bahnpolitik, die in manchen Regionen auf Vorkriegsniveau stehengeblieben ist? Noch immer verkehren schwerfällige Dieselloks wie etwa im ostbayerischen Chemiedreieck. Auch gibt es immer noch kaum Möglichkeiten, unzählige Diesel-Lkw auf die Bahn zu verlagern. Wie viele Lkw aus südosteuropäischen Ländern belasten unnötig Straßen, die wegen einer pseudogrünen Verhinderung eines tragfähigen Schiffsverkehrs auf der Donau auf Straßen ausweichen müssen, so dass naheliegende Autobahnen zunehmend überlastet sind und immer wieder tödliche Unfallopfer verursachen? Dass die klimafreundliche und Energie schonende Bahn immer noch zu wenig in Anspruch genommen wird, liegt auch daran, dass die etablierten Parteien bei Investitionen für einen attraktiven Bahnverkehr wenig übrig haben. Was ist das für eine Steuerpolitik, wenn der Bahnfahrer mit 19 Prozent Mehrwertsteuer belastet, während der umweltschädigende Flugzeugnutzer steuerlich geschont wird? Kein Wunder, dass so eine Bahnfahrt von Hamburg nach München mehr kostet als ein Flug nach Mallorca. Momentan scheint der überzogene Wirbel um den Dieselgipfel all die viel größeren Umweltgefahren vergessen zu lassen, wenn durch den überstürzten Atomausstieg Stromerzeugung hauptsächlich durch Kohlverbrennungen erfolgt. Höchste Zeit, festgefahrene Denkstrukturen auf allen politischen Ebenen zu durchbrechen, damit wir in den derzeit totgeschwiegenen Rauchwolken nicht ersticken.
Simon Kirschner
Bad Endorf
Nun ist es soweit! Die Treibjagd auf Diesel-Pkws ist eröffnet. Fahrverbote drohen! Jahrelang wurde uns von Politikern und Automobilverbänden eingeredet, auf Diesel umzusteigen, da diese Motoren weniger giftige Abgase als Benziner produzieren. Aber laut einer Pressemeldung könnten im Extremfall sogar Dieselmotoren der Euro-Norm 6 von einem Fahrverbot betroffen sein. Und was ist mit den Benzinern? Es ist nachgewiesen, dass hauptsächlich diese Benziner Kohlendioxyd (CO2) und Feinstaub produzieren. Der Feinstaub setzt sich in der Lunge und anderen Körperteilen ab und kann sogar Demenz verursachen. Außerdem ist der Feinstaub fünfmal so gefährlich, wie das vom Diesel erzeugte Stickoxyd! Kommt jetzt auch ein Fahrverbot für Benzin-Pkws? Fast scheint es so, dass zu einem Schlag gegen die weltweit besten Autos produzierende Autoindustrie ausgeholt werden soll; von wem dies auch initiiert wird!
Gerd Artmann
Eiselfing