Feindbild Russland

von Redaktion

Zum Kommentar „Putins kalter Krieg“ (Politikteil):

Im Gegensatz zu den sonst von mir sehr geschätzten Kommentaren von Herrn Anastasiadis ist sein Standpunkt diesmal erneut ein Beispiel dafür, dass er offensichtlich auf einem Auge blind ist. Reflexartig immer dann, wenn es um den Kreml-Chef geht. Wenn Putin in der Rede an die Nation betont, dass er Russland „Zum Land der Möglichkeiten“ machen wird, ist das nichts anderes als US-amerikanische Slogans wie „Make America Great Again“ oder „America First“. Wenn Russland in Syrien seine Interessen vertritt, ist das nichts anderes wie die Einmischung der USA an allen Brandherden der Welt. Man erinnere sich: Als Präsident Obama 2009 den Friedensnobelpreis erhielt, waren die USA in elf kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt. Wenn die Nato im Osten bis an die Grenzen Russlands heranrückt, ist eine entsprechende Reaktion nicht überraschend. Ebenso wenig wie der jüngst bekannt gewordene Hackerangriff. Ich erinnere an den NSA-Skandal, von dem auch die Bundesregierung Ziel der massenhaften Datensammlung war und vermutlich immer noch ist. Das ist eben Weltpolitik unter Alphatieren. Ich empfehle zu diesem Themenkomplex, sich die Vorträge von Dr. Eugen Drewermann „Vom ewigen Krieg zum ewigen Frieden“ (1-5). Eine Möglichkeit von einer besseren Welt zu träumen.

Ulrich Huber

Staudach-Egerndach

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