Gengan und gangat

von Redaktion

Zu den Artikeln „Professoren wollen Bairisch retten“ und „Er hods Mei voi Meij“ (überregionaler Teil):

Als Chemiker, der an der Technischen Universität (TU) München studiert hat, freut es mich, dass der Chemieprofessor und Präsident der TU München, Wolfgang A. Herrmann, zusammen mit anderen Professoren zu einem selbstbewussten Umgang mit unserem bairischen Dialekt aufgefordert hat. Das Beispiel vom Dialektexperten Sepp Obermeier – „er hods Mei voi Meij“ – hat mir sehr gefallen. Dazu ein weiteres Beispiel, das auf den zwei unterschiedlichen Bedeutungen von „hineingehen“ beruht. Ein Tourist sagt zweifelnd zum einheimischen Pfarrer: „Ist denn die Kirche nicht zu klein für die Gemeinde?“ Schmunzelnd entgegnet ihm dieser: „Wenn’s alle nejgangatn, dann gangatn’s net alle nej, weil’s aber net alle nejgeh‘n, gengan’s alle nej.“ Und der Tourist? Der ging kopfschüttelnd von dannen.

Dr. Richard Kirchlechner

Rott

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